You are here: Home » Regional info » Germany

Germany

APWPT microphone frequency information

Generally approved

*
32,475 - 34,325 and 36,610 - 38,125 MHz, 10 mW (ERP), permit 53/2015
* 174 - 230 MHz, 50 mW (ERP), permit 59/2015
* 823 - 832 MHz, 82/100mW (e.i.r.p.), permit 2/2015
* 863 - 865 MHz, 10mW (ERP), permit 47/2013
* 1785 - 1805 MHz, 82mW (e.i.r.p.), permit 3/2015
* 1880 – 1900 MHz, 250 mW (ERP), permit 25/2015, DECT only

A further objective is the additional provision of alternative frequencies for use by wireless microphones in the frequency bands 694 - 790 MHz, 1452 - 1492 MHz and 1492 - 1518 MHz (BNetzA Official Bulletin 04/2015).

Individual assignment

* Single frequencies in 34,25 to 38,05 MHz, 50 mW (ERP), see VVnöml
* 470 - 608 MHz, 50 mW (ERP)
* 614 - 703 MHz, 50 mW (ERP)
* 733 - 823 MHz, 50 mW (ERP)
* 1452 - 1492 MHz, 50 mW (e.i.r.p.); also used for mobile downlink by SDL
* 1492 - 1518 MHz, 50 mW (e.i.r.p.); indoor only

Fees for a “PA system” (wireless microphone systems)

* Non recurrent fee is € 130.00 per application. This amount includes one-time administration costs regardless of the number of wireless microphones that are used in the system (wireless station).
* An additional frequency use and EMC contribution (TKG & EMVG) is currently about € 9.00 per transmitter per year.
* Any change to an existing license is currently 65.00 € or 130 €.

Administrative provisions relating to frequency assignments in the private land mobile radio
VVnöml, Update 2016

General licenses (Allgemeinzuteilung)
http://www.bundesnetzagentur.de/allgemeinzuteilungen (in German language only)

PMSE Programme Making and Special Events (Drahtlose Mikrofone)
www.bundesnetzagentur.de/drahtlosemikrofone (in German language only)

Short-term frequency assignment
http://www.bundesnetzagentur.de/cln_1412/EN/Areas/Telecommunications/Companies/FrequencyManagement/FrequencyAssignment/ShortTermFrequencyUsage/shorttermfrequencyusage_node.html

Payment for frequency changeover (700 MHz & 800 MHz)
http://www.apwpt.org/international-news/germany/aktuelle-entschaedigungsdiskussion/index.html (in German language only)

-----------

One can download this information here:
Frequencies for wireless microphones [1.358 KB]

Ab Mai 2016 regional zusätzliches DVB-T2

DVB-T2-Karte für Mai 2016

(22.03.2016)

Das Projektbüro DVB-T2 HD Deutschland hat
in einer Pressemitteilung Informationen zu
Terminen und Regionen der Inbetriebnahme
von DVB-T2 bekanntgegeben.
Bereits Ende Mai soll eingeschaltet werden.
Quelle: www.DVB-T2HD.de

Download: Vorläufige Planungsinformation [2.694 KB]

Weiterführende Informationen: Jetzt Funkmikrofone überprüfen!

Planungssicherheit für drahtlose Mikrofone

Die Bühnentechnische Rundschau (BTR) berichtet in Heft 4/2015

"Aktuelles zu den Funkfrequenzen
Presseinfo
Die Versteigerung der 700-MHz-Frequenzen hat stattgefunden, von Deutschland im Alleingang betrieben. Was bedeutet dies für die Veranstaltungstechnik?
Auf der Stage|Set|Scenery erörterte eine Expertengruppe die Thematik.
"

Information: Planungssicherheit für drahtlose Mikrofone [1.468 KB] / BTR-Homepage

Satire

19. Juni - ein denkwürdiger Tag in der deutschen Geschichte

Das hatten wir lange Zeit nicht mehr - alle stoßen gemeinsam auf ein gesellschaftliches Ereignis an - den Abschluss der Versteigerung der Mobilfunkfrequenzen. Soviel Konsens muss einen ehrenvollen Platz in den Geschichtsbüchern finden.

Wir erinnern uns:
Das durch die Politik in der Öffentlichkeit publizierte Ziel der Versteigerung ist landesweit eine Datenrate von mindestens 50 MBit/s. Außerdem mussten die 700 MHz-Frequenzen versteigert werden, um ausreichend Geld für die Breitbandförderung zu erhalten.

Prost - alles wird gut!

Der BNetzA-Präsident sagte bereits zur Eröffnung des Verfahrens: "Bei dem Thema geht es letztlich um den Rohstoff für die digitale Zukunft Deutschlands".

Ein Multimedia-Experte brachte es auf den Punkt: „Die Existenz der Mobilfunkanbieter hängt am Erwerb der neuen Frequenzen... Außerdem bestehe Hoffnung, dass schnelles mobiles Internet künftig auch auf dem "platten Land" verfügbar werde.“

Dann wurden 181 Versteigerungsrunden durchgeführt.

Am Ende haben die Mobilfunkunternehmen einstimmig hervorgehoben, dass es gelungen sei die strategischen Unternehmensziele durchzusetzen.

Prost - alles ist gut!

Jetzt kommt also schnelles Internet auf das Land und die Behörde sorgt mit ihren Auflagen dafür? Vielleicht nicht ganz? Im Gegensatz zum politisch formulierten Anliegen, fordert die Behörde nur 10 MBit/s. Das ist allerdings schon jetzt ohne LTE oder 700 MHz erreichbar, wenn in allen Regionen endlich UMTS oder besser noch HSDPA(+) richtig funktionieren und damit Smartphones und Tablets schnellen Internetzugang bekommen.

Wir werden etwas nervös und recherchieren weiter im Internet.

Die österreichische Futurezone schreibt: „Bei der Auktion ging es für die drei Netzbetreiber um alles oder nichts. Frequenzen sind ein knappes Gut und deshalb teuer. Die Verteilung liegt in der Hand des Bundes, der die Nutzungsrechte in der Regel für etwa zwei Jahrzehnte an die Meistbietenden versteigert und auch die Einnahmen einstreicht. Versteigert wurden… vor allem die sogenannten GSM-Bänder, auf denen seit Anfang der 90er Jahre telefoniert wird. Die Lizenzen für diese 900- und 1800-Megahertz-Frequenzen laufen Ende 2016 aus. Einen Teil der Auktionserlöse stecken Bund und Länder in den Breitbandausbau.“

Stopp - hier muss man offenbar etwas genauer nachlesen:
Die Mobilfunkunternehmen haben sich in der Hauptsache für die Weiternutzung ihrer bestehenden Frequenzen engagiert. Insbesondere der 1800 MHz-Bereich (nahezu weltweit in Mobilfunknetzen nutzbar) erzielte 47% der Einnahmen, gefolgt von knapp 27% für 900 MHz. Alle drei Mobilfunkunternehmen bedienen jetzt also 1800 MHz und ein Unternehmen konnte sogar seine nutzbare Bandbreite erhöhen. Dieser Frequenzbereich wird in den nächsten Jahren offenbar der Schwerpunkt für schnelle Mobilfunknetzwerke bleiben.

Für 700 MHz wurden nicht einmal 20% geboten, also deutlich weniger als für die Weiternutzung der alten GSM-Frequenzen.

Knapp 6,5% offenbaren kaum Mobilfunkinteresse für 1500 MHz - trotzdem sind auch diese Frequenzen versteigert! Hier wurde offenbar das Tafelsilber für viele Jahre verschenkt.

Prost!

Wie war das mit 700 MHz? Die Bundesländer hatten im Dezember 2014 der Versteigerung zugestimmt, nachdem der Bund 50% der Einnahmen zugesagt hatte. Schätzen wir gemeinsam: Abzüglich Umrüstungskosten für Rundfunksender und einer „Entschädigung“ für Mikrofonanwender, die beide den 700 MHz-Bereich verlassen müssen und der 50/50 Teilung zwischen Bund und Ländern verbleibt nach unserer Schätzung höchstens ein Betrag von 450 Mio. €. Dieser wird über dem „Königsteiner Schlüssel“ auf die Bundesländer aufgeteilt. So verbleiben nach unserer Schätzung für das Saarland vermutlich 5,5 Mio. €, für andere Bundesländer allerdings bis zu 95 Mio. €.

Prost!

Jetzt darf spekuliert werden. Wie werden die Bundesländer diese Summen verwenden?
Wir erinnern uns, dass der notwendige Aufwand für schnelles Breitband mit mehr als 20 Milliarden € geschätzt wurde (TÜV im Auftrag des BMWi 2013-14).
In Internetforen lesen wir die Vermutung, dass die Beträge an die Mobilfunkunternehmen zurück fließen könnten und diese zusätzlich die aufgebrachte Versteigerungssumme steuersenkend abschreiben…

Wir bekommen jetzt doch langsam einen Kater!

Kein Internet-Thema ist offenbar die Auswirkung der Versteigerung auf die bestehende Frequenznutzung der drahtlosen Mikrofone. Auf deren Anwender kommen nach der 800 MHz-Versteigerung erneut erhebliche Kosten zu. Ein Verfahren zur „Entschädigung“ sollte Ende Mai veröffentlicht werden und ist immer noch in Bearbeitung - jetzt in der Sommerpause?

Noch existieren wenige Frequenzbereiche für drahtlose Mikrofone - die Situation wird allerdings kritisch. 700 und 1500 MHz wurden eben versteigert, 1492-1518 MHz sollen im Rahmen der nächsten Weltfunkkonferenz an den Mobilfunk gehen. Im Rahmen der Verfügung Nr. 19/2015 wurde die bestehende 700 MHz-Nutzung für drahtlose Mikrofone mit einer Fußnote versehen. Fußnoten haben leider zumeist den Charme, dass sie bestehende Regelungen höchst selten verbessern. Zur Erinnerung: 60 MHz wurden gerade an den Mobilfunk versteigert. Den Rest haben Bundesregierung und Bundesländer im Dezember 2014 für eine Militär- und Behördennutzung vereinbart. Die Fußnote öffnet nunmehr diese Anwendung - jedoch ohne eine Alternative für Mikrofone aufzuzeigen.

Hier endet die Satire und wir sind zurück in der Realität: Unsere wiederholte Frage nach Planungssicherheit wird für keinen Frequenzbereich beantwortet.

Hinweise und Kommentare bitte an: info@apwpt.org

Satire (English)

19th of June – a memorable day in German history
(Satire about a special event in Germany)

We haven’t seen this for a long time – everyone is toasting a special occasion together – the conclusion of the auction of mobile phone frequencies. So much consensus must find a place of honour in the history books.

As we recall:
The objective of the auction made public by the politicians is a data rate of at least 50 MBit/s throughout the country. Therefore, the 700 MHz frequency had to be auctioned to get enough money for the broadband expansion.

Cheers – everything will be OK!

At the beginning of the procedure, the President of the Federal Network Agency said: "The issue is ultimately the raw material for Germany’s digital future".

A multimedia expert put it in a nutshell: "The existence of the mobile service providers depends on the acquisition of the new frequencies... In addition, there was hope that fast mobile Internet would also be available “in the sticks”.”

181 auction rounds were then carried out.

At the end, the mobile phone companies unanimously emphasized that they had been able to implement the strategic objectives of the company.

Cheers – everything is good!

So now fast Internet access is coming to the countryside and the authorities are making sure of this with their regulations? Err, maybe not quite? In contrast to the politically formulated objective, the authorities are now calling for just 10 MBit/s. However, this is already achievable without LTE or 700 MHz if UMTS, or better yet HSDPA(+), was made to work properly in all regions ensuring that smartphones and tablets thereby get fast Internet access.

We are getting a bit nervous now, and we conduct some more research on the Internet.

The Austrian Futurezone writes: "The auction was all or nothing for the three network operators. Frequencies are a scarce commodity and therefore expensive. The distribution is in the hands of the state, which generally auctions off the use rights for approximately two decades to the highest bidder and also rakes in the revenue. In particular the so-called GSM bands, which have been used to make phone calls since the early 1990s, have been auctioned off. The licenses for these 900 and 1800 megahertz frequencies will expire at the end of 2016. The state and federal states are putting part of the auction proceeds into the expansion of broadband networks.”

Stop – here you obviously have to read more closely:
The mobile phone companies have mainly committed to the continued use of their existing frequencies. In particular, the 1800 MHz range (which can be used in nearly all mobile networks worldwide) achieved 47% of the revenue, followed by almost 27% for 900 MHz. All three mobile phone companies now use 1800 MHz anyway and one company was even able to increase its usable bandwidth. Clearly, this frequency range will remain the focus for fast mobile phone networks for the next few years.

Not even 20% was bid for 700 MHz, significantly less than for the continued use of the old GSM frequencies.

Barely 6.5% of overall revenue reveals hardly any mobile phone interest in 1500 MHz – yet these frequencies were also sold at auction! Here the family silver has clearly been given away for many years.

Cheers!

What was that about 700 MHz again? In December 2014 the German federal states agreed to the auction after the state had pledged to give them 50% of the earnings. Lets estimate together: After deducting the retrofitting costs for TV stations and “compensation” for microphone users, both of which have to leave the 700 MHz range and the 50/50 division between the state and the federal states, according to our estimate, there is an amount of €450 million at most remaining. This is divided among the federal states using the “Königsteiner Formula”. Therefore according to our estimates, there is presumably €5.5 million remaining for the Saarland, however up to €95 million remaining for the other federal states.

Cheers!

Now we can speculate. How are the federal states going to use this money?
We remember that the necessary expenditure for fast broadband has been estimated at more than €20 billion (TÜV on behalf of the Federal Ministry for Economic Affairs and Energy 2013-14).
In Internet forums we read that some people are assuming that the amounts could make their way back to the mobile phone companies and that these additionally write off tax on the sum raised at auction.

Now we are slowly getting a hangover!

There is no discussion on the impact of the auction on the existing frequency use of the wireless microphones. After the negative financial impact of the 800 MHz auction, 700 MHz users will now be faced with significant costs. A procedure for "compensation" was meant to be published at the end of May and is still in progress – are they having a summer break now?

There are still a few frequency ranges for wireless microphones – however the situation is becoming critical. 700 and 1500 MHz have just been auctioned off. Within the framework of the next World Radiocommunications Conference, 1492-1518 MHz is likely to be given to the mobile phone sector. Within the framework of decision no. 19/2015, the existing 700 MHz use for wireless microphones was given a footnote. Unfortunately footnotes usually have the characteristic of rarely improving existing regulations. Reminder: 60 MHz were sold at auction to the mobile phone sector. In December 2014, the Federal Government and the federal states agreed to the rest being used for military and administrative purposes. The footnote now makes this use possible – however without illustrating an alternative for microphones.

Here the satire ends and we're back in the real world: Our repeated question about future planning security for wireless microphones is not being answered for any frequency range.

Please send notes and comments to: info@apwpt.org

700 MHz-Versteigerung - 2015

APWPT (Juni 2015)
Bundesnetzagentur hat die 700 MHz-Versteigerung abgeschlossen
Info auf der BNetzA-Sonderseite

DVB-T2-Testbetrieb Region Köln-Bonn

(Update, August 2015)
Nach aktuellen Pressemeldungen läuft der unterhalb beschriebene DVB-T2 (HD-Antennenfernsehen) Testbetrieb ab 18. August 2015

(APWPT, März 2015)

Bitte unbedingt beachten:
DVB-T2-Testbetrieb belegt wahrscheinlich ab Juli/August 2015 zusätzlich zwei UHF-TV-Kanäle in der Region Köln-Bonn.

Voraussichtlich ab Juli/August 2015 beginnt in der Region Köln-Bonn ein weiterer DVB-T2-Testbetrieb. Ziel ist die Erprobung und Einführung eines neuen TV-Übertragungsverfahrens.

Nach bisher vorliegenden Informationen wird auf den TV-Kanälen 40, 622 bis 630 MHz, und K43, 646 bis 654 MHz, an den Standorten Bonn-Venusberg und Köln-Colonius der DVB-T2-Betrieb mit hoher Sendeleistung aufgenommen. Diese Fernsehsignale sind voraussichtlich in der gesamten Region Köln-Bonn und im Umkreis zu empfangen.

Für die Region Köln-Bonn ergibt sich nach unseren Informationen mit Aufnahme des DVB-T2-Betriebs die folgende UHF-TV-Senderbelegung: K26, K29, K33, K36, neu: K40, neu: K43, K49, K50, K53
Nicht berücksichtigt sind TV-Aussendungen in benachbarten Regionen, die ebenfalls PMSE beeinflussen können.

Wichtiger Hinweis für alle PMSE-Anwender (z. B. drahtlose Mikrofone und Rückstrecken):
Bitte überprüfen Sie, ob Sie diesen Frequenzbereich nutzen und stellen Sie zeitnah auf alternative Frequenzen um - der Parallelbetrieb DVB-T/DVB-T2 und PMSE ist nicht möglich.

Bitte geben Sie diese Information an Ihre Kollegen weiter.

Weitere Informationen:
WDR startet DVB-T2-Testbetrieb im August 2015 (März 2015)
Technik, die verschwindet (Februar 2015)
WDR testet Nachfolgestandard für DVB-T (September 2014)
Pilotprojekt für DVB-T2 auch im Raum Köln/Bonn (September 2014)

DVB-T2 Testbetrieb in Berlin

(APWPT, September 2014)

Bitte unbedingt beachten:
DVB-T2-Testbetrieb in Berlin ab Anfang Oktober kann den drahtlosen Mikrofonbetrieb stören

Anfang Oktober beginnt in Berlin ein DVB-T2-Testbetrieb. Ziel ist die langfristige Vorbereitung und Erprobung eines neuen TV-Übertragungsverfahrens.

Auf dem TV-Kanal 42, 638 bis 646 MHz, erfolgt an den Standorten Alexanderplatz und Schäferberg der DVB-T2-Testbetrieb mit hoher Sendeleistung. Dieses Fernsehsignal ist voraussichtlich im gesamten Stadtgebiet und im Umkreis von Berlin zu empfangen.

Wichtiger Hinweis für alle PMSE-Anwender (z. B. drahtlose Mikrofone und Rückstrecken):

Bitte überprüfen Sie, ob Sie diesen Frequenzbereich nutzen und stellen Sie umgehend auf alternative Frequenzen um - der Parallelbetrieb DVB-T/DVB-T2 und PMSE ist nicht möglich.

Bitte geben Sie diese Information an Ihre Kollegen weiter.

Weitere Information zum DVB-T2-Testbetrieb finden Sie hier:
Golem.de - Erste Ausstrahlung mit DVB-T2 gestartet
ZVEI.org - Mit DVB-T2 kommt HD auch über die „Antenne“
Pressemeldung: MB testet digital-terrestrisches Fernsehen der Zukunft

Legal bases for PMSE use

(Update Juli 2016)

Radio Spectrum Assignment Table Frequenznutzungsplan (German, April 2016) APWPT copy [7.848 KB]

See also: VVnömL im Juni 2015 geändert: APWPT copy [1.467 KB] (German)

FAQ der BNetzA (Februar 2015):
Wie lange ist eine sichere Nutzung von Funkmikrofonen im 700-MHz-Band noch möglich?

(Update 30.11.2015)

Allgemeinzuteilung 59/2015 verlängert die Nutzung von 174 bis 230 MHz bis Ende 2025

Note / Hinweis (02.02.2011)

Market entry rules / Marktzugangsvoraussetzungen für Hersteller
Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)

Admission requirements / Zulassungsvorschriften der Bundesnetzagentur

1)
Zulassungsvorschrift für Durchsage-Funkanlagen des nichtöffentlichen beweglichen Landfunks (nömL)
BAPT 222 ZV 123

2)
Zulassungsvorschrift für drahtlose Audio Anwendungen
Reg TP 324 ZV 130

3)
Zulassungsvorschrift für Funkanlagen geringer Leistung für nichtöffentliche Funkanwendungen in ISM-Frequenzbereichen
BAPT 222 ZV 125

4) Interface description wireless microphones / Schnittstellenbeschreibung für Durchsagefunkanlagen (SSB LA-NOE 141 [828 KB] )
Schnittstellenbeschreibung für Durchsagefunkanlagen

Typical national spectrum use


The majority use of professional microphones, IEM and wideband audio links will coordinated from 470 to 862 MHz. A special agreement (Vfg 91/2005 [131 KB] ) promotes indoor / outdoor use on TV channel 61 to 63 and 67 to 69.

Additional data is available from here [370 KB] (German information paper, April 2009).

See also: VVnömL im Juli 2014 geändert / APWPT copy [3.017 KB] (German information)

------

Eine Vielzahl von professionellen Mikrofonen, IEM und breitbandiges Audio werden koordiniert im Bereich von 470 bis 862 MHz. Die Allgemeinverfügung Vfg 91/2005 [131 KB] unterstützt indoor und outdoor Anwendungen im Rahmen der TV-Kanäle 61 bis 63 und 67 bis 69.

Hinweise zu Mikrofonanwengen im UHF-Bereich sind hier [370 KB] (deutsches Infopapier, April 2009) zu finden.

See also: VVnömL im Juli 2014 geändert / APWPT copy [3.017 KB]

VVnömL & Allgemeinverfügung

Update 30.11.2015

Allgemeinzuteilung 59/2015 verlängert die Nutzung von 174 bis 230 MHz bis Ende 2025
siehe: Vfg 59/2015 / APWPT copy [18 KB]

Update 23.07.2014

Der Zugang zu Übertragungsfrequenzen wurde seitens der Bundesnetzagentur im Juli 2014 neu geordnet:
VVnömL im Juli 2014 geändert / APWPT copy [3.017 KB]


Die Einzelzuteilung für drahtlose Mikrofone oder IEM erfolgt auf Antrag, der an die Bundesnetzagentur gerichtet werden muss. Ein aktualisiertes Antragsformular ist hier erhältlich:
Antrag - Durchsagefunk / APWPT copy [31 KB]

Update 11.11.2013


Vfg 47/2013 hebt die Vfg 68/2003 auf. Der Bereich 863 bis 865 MHz wird in Rahmen einer Allgemeinzuteilung bis zum 31.12.2023 zugewiesen.
siehe: Vfg 47/2013 / Kopie [37 KB]

Update 15.09.2012

Vfg 60/2012 setzt neue Schnittstellenbeschreibung SSB LA-NOE 141 [828 KB] in Kraft
Der neue Frequenzbereich 1452 MHz – 1477,5 MHz wird geöffnet


Neue Frequenzbereiche wurden für drahtlose Mikrofone allgemeinverfügt
(Aktualisiert am 25.02.2011)

Das Amtsblatt der Bundesnetzagentur veröffentlichte im Februar 2011 zwei neue Verfügungen:

1) Vfg 9/2011

Auszug:

"
Allgemeinzuteilung des Frequenzbereichs 823 MHz – 832 MHz für Durchsagefunk
Gemäß § 55 des Telekommunikationsgesetzes werden hiermit die unten aufgeführten Frequenzen zur
Nutzung durch die Allgemeinheit zugeteilt.

1. Zugelassene Frequenznutzungen
a) Drahtlose Mikrofone.
b) Regie-, Kommandofunk und In-Ear-Monitoring bei Veranstaltungen, Rundfunk- und Bühnenproduktionen.

2. Frequenznutzungsbestimmungen
a) Frequenzbereich: 823 MHz bis 832 MHz.
b) Strahlungsleistung (ERP): max. 50 mW.
c) Zulässig ist nur die Simplex-Nutzung (Sprachsignale in eine Richtung).
d) Die Frequenznutzung ist nur im Zusammenhang mit der Aussendung eines Nutzsignals gestattet (keine Daueraussendung von unmodulierten Trägern).

3. Befristung
Diese Allgemeinzuteilung ist bis zum 31.12.2021 befristet...
"

Die Verfügung ist auch auf der BNetzA-Homepage zugänglich:
Vfg 9/2011

APWPT-Kommentar:
Der Frequenzbereich 823 bis 832 MHz ist eine so genannte Duplexlücke. Das sind Frequenzen zwischen zwei Blöcken, die der Mobilfunk für LTE verwendet. Die Qualität und Nutzbarkeit dieser Frequenzen dürfte stark von den Mobilfunk-Endgeräten und dem darstellbaren Abstand zu drahtlosen Mikrofonanlagen abhängen.

2) Vfg 10/2011

Auszug:

"
Allgemeinzuteilung des Frequenzbereichs 1785-1805 MHz für Durchsagefunk

Die Verfügung 18/2006 wird aufgehoben.

Gemäß § 55 des Telekommunikationsgesetzes werden hiermit die unten aufgeführten Frequenzen zur Nutzung
durch die Allgemeinheit zugeteilt.

1. Zugelassene Frequenznutzungen
a) Drahtlose Mikrofone.
b) Regie-, Kommandofunk und In-Ear-Monitoring bei Veranstaltungen, Rundfunk- und Bühnenproduktionen.
c) Führungsfunk zur Übertragung von Sprache bei Werks- und Museumsführungen, in Fahrschulen, in Ausbildungsstätten für Hörgeschädigte sowie bei Motorsportveranstaltungen.

2. Frequenznutzungsbestimmungen
a) Frequenzbereich: 1785 bis 1805 MHz.
b) Strahlungsleistung (ERP): max. 50 mW.
c) Zulässig ist nur die Simplex-Nutzung (Sprachsignale in eine Richtung).
d) Die Frequenznutzung ist nur im Zusammenhang mit der Aussendung eines Nutzsignals gestattet (keine Daueraussendung von unmodulierten Trägern).

3. Befristung
Diese Allgemeinzuteilung ist bis zum 31.12.2021 befristet.

Die Verfügung ist auch über die BNetzA-Homepage zugänglich:
Vfg 10/2011

APWPT-Kommentar:
Der Frequenzbereich 1785 bis 1805 MHz ist eine so genannte Duplexlücke. Das sind Frequenzen zwischen zwei Blöcken, die der Mobilfunk für GSM verwendet.
Im 1800 MHz Bereich wird, nach bisherigen Beobachtungen, der Mikrofonbetrieb weniger durch Störungen beeinflusst als im UHF Bereich. Das ist darauf zurückzuführen, dass die größere Ausbreitungsdämpfung dieser Frequenzen auch die Störungen schneller abklingen lässt. Bei Produktionen werden sich Störungen, die von außerhalb kommen daher weniger stark auswirken. Vor einer abschließenden Bewertung, müssen allerdings noch weitere Erfahrungen gesammelt werden. Dazu müssen geeignete Produkte in den Markt eingeführt und praktisch erprobt werden.

Amtsblatt der BNetzA 04/2010

Bundesnetzagentur am 3. März 2010:

Änderungen des Frequenzzuteilungsregimes
im Frequenzbereich 470 – 790 MHz


"
Auf Grund der Neuzuweisung des Frequenzbereiches 790 MHz bis 862 MHz in der Frequenzbereiszuweisungsplanverordnung (FreqBZPV) für den drahtlosen Netzzugang zum Angebot von Telekommunikationsdiensten und der auf dieser Basis bevorstehenden Frequenzvergabe durch die Bundesnetzagentur, besteht die Notwendigkeit, für die Funkmikrofone, die diesen Frequenzbereich bisher nutzen, Ersatzspektrum bereit zu
stellen.
Neben den bereits bestehenden oder neu zugewiesenen Frequenzspektren außerhalb des UHF-Bereichs, besteht aus physikalischen Gründen für Funkmikrofonanwendungen weiterhin Bedarf das verbleibende UHFSpektrum (470 MHz - 790 MHz) in gewissem Umfang zu nutzen. Während dieser Bereich für Funkmikrofonnutzungen bisher nur im Zusammenhang mit Rundfunkproduktionen genutzt werden durfte, dürfen durch die Erweiterung der Fußnote D296 der FreqBZPV in diesem Frequenzbereich jetzt auch Funkmikrofone für (sonstige) professionelle drahtlose Produktionen betrieben werden.
Die Umsetzung in die Verwaltungspraxis der Bundesnetzagentur erfolgt durch Anpassung des betreffenden Teils (Kapitel 9) der „Verwaltungsvorschriften für Frequenzzuteilungen im nichtöffentlichen mobilen Landfunk (VVnömL)“, der nachfolgend abgedruckt ist. Die gesamten Verwaltungsvorschriften sind in der aktuellen Fassung auch im Internet veröffentlicht..
"

See also: VVnömL im Juli 2014 geändert / APWPT copy [3.017 KB]

Informationsseite der Bundesnetzagentur zu drahtlosen Mikrofonen:
http://www.bundesnetzagentur.de/cln_1411/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Unternehmen_Institutionen/Frequenzen/Firmennetze/PMSE/PMSE-node.html

Amtsblatt der BNetzA 20/2009

Update: Vfg 57/2009 angehangen (09.11.2009)

Aufstellung des Frequenznutzungsplans gemäß § 54 TKG.. unter anderen in den Bereichen 790 - 862 MHz, 1452 - 1477,5 MHz und 1800 - 1805 MHz
(Bonn, 21. Oktober 2009)

1)
"
..Vorrangiges Ziel ist die Öffnung des Frequenzbereichs 790 - 862 MHz für den „Drahtlosen Netzzugang zum Angebot von Telekommunikationsdiensten“. Hiermit werden die durch die „Digitale Dividende“ frei werdenden Frequenzen technologieneutral für alle Formen des „Drahtlosen Netzzugangs“ gewidmet..

..Ein weiteres Ziel ist die Ermöglichung der Weiternutzung des Frequenzbereichs 790 - 862 MHz durch Funkmikrofone sowie die zusätzliche Bereitstellung alternativer Frequenzen zur Nutzung durch Funkmikrofone in den Frequenzteilbereichen 1452 - 1477,5 MHz und 1800 - 1805 MHz..
"

2)
Der diesbezügliche Tabelleneintrag für den Frequenzbereich 790 bis 862 MHz ist mit einer Einschränkung versehen:

"
Die Nutzung durch Funkmikrofone ist gegenüber Rundfunknutzungen, Nutzungen des Festen Funkdienstes und Nutzungen des Drahtlosen Netzzugangs zum Angebot von Telekommunikationsdiensten nachrangig.
"

3)
Der Frequenzbereich 1452 bis 1477,5 MHz wird sekundär für Funkmikrofone geöffnet. Dabei werden folgende Einschränkungen formuliert:

"
Die Nutzung durch Funkmikrofone ist gegenüber Rundfunknutzungen nachrangig.
Abhängig von den Arbeitsergebnissen auf europäischer Ebene werden die Frequenznutzungsbedingungen festgelegt.
"

4)
Die Nutzung der Duplexlücke 1785 bis 1805 MHz war bisher auf eine Nutzung bis 1800 MHz beschränkt. Hier erfolgt eine Nutzungserweiterung bis 1805 MHz.

----------------

Vfg Nr. 57/2009:

Aufstellung des Frequenznutzungsplans gemäß § 54 TKG

Fertigstellung und Veröffentlichung der durch die Umsetzung internationaler Vorgaben und von Flexibilisierungsvorhabengeänderten Einträge für die Pakete „Drahtloser Netzzugang zum Angebot von Telekommunikationsdiensten“ im Frequenzbereich 790 - 862 MHz (‚Digitale Dividende’) und in den Bereichen 1710 - 1725 MHz und 1805 - 1820 MHz sowie Frequenznutzung „Funkmikrofone“ (Drahtlose Mikrofone) in den Bereichen 790 - 862 MHz, 1452 - 1477,5 MHz und 1800 - 1805 MHz).

Die Fertigstellung und Veröffentlichung des aktuell gültigen Frequenznutzungsplans der Bundesnetzagentur mit Stand April 2008 wurde in der Verfügung Nr. 27/2008 im Amtsblatt 6/2008 vom 9. April 2008 bekannt gegeben.

Über die bereits im aktuellen Frequenznutzungsplan enthaltenen Widmungen hinaus werden im Rahmen der Umsetzung internationaler Vorgaben nun weitere im WAPECS-Konzept genannte Frequenzbereiche flexibel ausgestaltet. Auch in anderen Bereichen wird die Flexibilisierung fortgeführt.

Vorrangiges Ziel ist die Öffnung des Frequenzbereichs 790 - 862 MHz für den „Drahtlosen Netzzugang zum Angebot von Telekommunikationsdiensten“. Hiermit werden die durch die „Digitale Dividende“ frei werdenden Frequenzen technologieneutral für alle Formen des „Drahtlosen Netzzugangs“ gewidmet. Grundlage für die Änderungen am Frequenznutzungsplan sind zum einen die Vorgaben der „Breitbandstrategie der Bundesregierung“ (vgl. Punkt 4.2 „Unterstützende Frequenzpolitik“ in der vom BMWi im Februar 2009 unter dem Titel „Breitbandstrategie der Bundesregierung“ herausgegebenen Druckschrift1, S. 13 ff) und zum anderen für die betroffenen Einträge des Frequenznutzungsteilplans 226 (Frequenzbereich 790 - 862 MHz) die Vorgaben in der Zweiten Verordnung zur Änderung der Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung (vgl. Nutzungsbestimmung 36), die zwischenzeitlich am 21.07.2009 in Kraft getreten ist.

Ein weiteres Ziel ist die Ermöglichung der Weiternutzung des Frequenzbereichs 790 - 862 MHz durch Funkmikrofone sowie die zusätzliche Bereitstellung alternativer Frequenzen zur Nutzung durch Funkmikrofone in den Frequenzteilbereichen 1452 - 1477,5 MHz und 1800 - 1805 MHz. Darüber hinaus sollen die Frequenzteilbereiche 1725 - 1780,6 MHz und 1820 - 1875,6 MHz um jeweils 15 MHz zugunsten des „Drahtlosen Netzzugangs zum Angebot von Telekommunikationsdiensten“ nach unten erweitert werden.

Die entsprechende Anpassung von Einträgen des aktuell gültigen Frequenznutzungsplans wurde durch die Veröffentlichung der Verfügung 16/2009 im Amtsblatt 10/2009 vom 3. Juni 2009 angekündigt. Hiermit wurde das Verfahren zur Beteiligung der interessierten Kreise der Öffentlichkeit entsprechend der Frequenznutzungsplanaufstellungsverordnung eingeleitet.

Anregungen und Bedenken zu den Entwürfen der Einträge konnten innerhalb einer Frist von 2 Monaten bei der Bundesnetzagentur vorgebracht werden. Sie wurden anschließend auf Internet-Seiten der Bundesnetzagentur zur Kenntnisnahme veröffentlicht und zur Einsichtnahme im Hause der Bundesnetzagentur für die Dauer eines Monats ausgelegt.

Lesen Sie dazu auch ProMediaNews:
Schreiben aus dem Wirtschaftsministerium an den APWPT

National government address

The relevant Telecommunications authority is the

BMWi Berlin
Scharnhorststr. 34-37
10115 Berlin
Postal Address: 11019 Berlin
Phone: +49 (0) 30-2014-9
Fax: +49 (0) 30-2014-7010

German Federal Ministry of Economics and Technology (English)
Bundeswirtschaftsministerium (German)

The interests of our organization have been discussed with the 'Referat VI A 5 Radio Frequency Politics'.

Competent authority ist the

Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Wasser, Post und Eisenbahn
Referat 223
Postfach 8001
D-55003 Mainz
Germany
Fax: +49 6131 185610
Mail: ShortTerm@BNetzA.de

Federal Network Agency for Electricity, Gas, Telecommunications, Post and Railway (English)
Bundesnetzagentur (German)

Applying for a license:

Übersicht der Ansprechstellen

Antrag für die Kurzzeitnutzung

Special page for short-therm frequency usage (English)

Administrative Rules on Frequency Assignments for Short-term Use (VVKuNz, English)

Present national discussion on PMSE


Pressemeldung der Bundesnetzagentur, 09.11.2012

Bundesnetzagentur veröffentlicht Szenarien für zukünftige Frequenzvergabe im Mobilfunk

"
Die Bundesnetzagentur hat heute im Rahmen einer Informationsveranstaltung in Berlin den interessierten Kreisen Szenarien für die zukünftige Bereitstellung von Mobilfunkfrequenzen vorgestellt. Die Szenarien betreffen insbesondere die im Jahr 2016 auslaufenden GSM-Frequenzen in den Bereichen 900 MHz und 1800 MHz.
"

Link zur Pressemeldung

Weiterführende Informationen finden Sie auf der BNetzA-Homepage:

Szenarien zur künftigen Bereitstellung der Frequenzen

"
Die Bundesnetzagentur untersucht zurzeit die regulatorischen Handlungsmöglichkeiten für eine Bereitstellung der Frequenzen in den 900/1800-MHz-Bändern (ehemalige GSM-Frequenzen) und weiterer Frequenzen.
Aufgrund der Bedeutung der zu treffenden Entscheidungen und zur Gewährleistung der Nachvollziehbarkeit veröffentlicht die Bundesnetzagentur die Szenarien im Rahmen einer schriftlichen Anhörung.
Die interessierten Kreise werden hiermit zur Stellungnahme bis zum 31. Januar 2013 aufgerufen.
Die Bundesnetzagentur wird rechtzeitig, d. h. etwa drei Jahre vor dem Ende der jetzigen Befristung, eine Entscheidung über die künftige Erteilung der Frequenznutzungsrechte treffen.
"

Szenarienpapier Projekt 2016 (Kopie [174 KB] )

Lesen Sie außerdem:
1) APWPT: Kommentierung der Anhörung [148 KB] (Juli 2012)
2) APR: Mobilfunk 2017 und Auswirkungen auf terrestrisches Fernsehen (November 2012)

------------------------------------

Pressemitteilung, 29.11.2010

Bundesnetzagentur will Frequenznutzung weiter flexibilisieren


Mit der anstehenden Aktualisierung können weitere Frequenzbereiche dienste undtechnologieneutral genutzt werden..

..Außerdem wird den professionellen drahtlosen Produktionsmitteln die Nutzung des Frequenzteilbereichs unterhalb 790 MHz ermöglicht. Die Veranstaltungsbranche kann mit ihren drahtlosen Mikrofonen nun also umfangreich auf andere Frequenzen ausweichen


Sie finden die Pressemeldung hier

------------------------------------

Discussion on 'Digital Dividend'


Background:

National frequency allocation plan will be changed accordingly to the WRC2007 decision. This will heavily influence the future PMSE frequency bands and is very critical. Available only in German:

Änderung des Frequenzbereichszuweisungsplan (FBZPVO)
Diese Verordnung steht über dem Frequenznutzungsplan der BNetzA.

Der aktuelle Änderungsvorschlag bringt die WRC20007 Beschlüsse mit ein.
Diese Organisationen haben kommentiert: http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/wirtschaft,did=258116.html (Link nicht mehr verfügbar)

Ausgewählte Kommentare:
DKE-Arbeitskreis "Professionelle Funkmikrofone" - Kommentierung des ersten Entwurfs [154 KB]
APWPT e.V. - Kommentierung des zweiten Entwurfs [217 KB]

The conflict:

DKE German Commission for Electrical, Electronic and Information Technologies of DIN and VDE, WG 731.0.8 "Professional Microphone Systems“ of DIN and VDE (Germany)

Presentation: Worts Case Scenario on further UHF usage

The looming conflict scenario [77 KB] (English)
Le scénario de conflits imminent [124 KB] (France)
Das drohende Konfliktszenario [77 KB] (German)

Update / Ergänzung (03-03-2009):

ZVEI sub-association have published position on 'Digital Dividend'. The position refers to "2nd directive on German frequency allocation":
ZVEI Fachverband CE formuliert Position zur „Digitalen Dividende“. Diese Position bezieht sich auf die "Zweite Verordnung zur Änderung der Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung":

KTM-2009-06_Position Digitale Dividende [40 KB] (German)

ANGA and IRT analysed interference on TV cable infrastructure by LTE:
ANGA und IRT untersuchten Beeinflussung der TV-Kabelinfrastruktur durch LTE:

ANGA _IRT_LTE_Kabel06_13022009 [467 KB] (German)


Update / Ergänzung (03-17-2009):

The Federal Network Agency have published 'Core principles for the allocation of frequencies in the range 790 to 862 MHz'.
Bundesnetzagentur veröffentlich "Eckpunkte.. für die Vergabe von Frequenzen im Bereich von 790 bis 862 MHz"

Link: http://www.bundesnetzagentur.de/media/archive/15746.pdf (German)


National studies

Economic indicators / Wirtschaftliche Kennziffern:

Estimation of the German economic potential generated, promoted or maintained through the use of wireless productivity tools
Schätzung des deutschen Wirtschaftspotenzials welches durch drahtlose Produktionswerkzeuge in der professionellen Veranstaltungsproduktion generiert, gefördert oder aufrechterhalten wird [176 KB] (German)


Please send us your comments / Bitte senden Sie uns Ihre Hinweise.
Do not forget the source data / Vergessen Sie nicht die Quellangaben.
Thank you! / Vielen Dank!

Konzept der Bundesnetzagentur für PMSE

(Mainz, 22.05.2009)

Bundesnetzagentur stellte ein Konzept für drahtlose Mikrofone und sonstige Reportagefunkanlagen - PMSE - (Program Making and Special Events)

Die Behörde führt aus:

"
Anlass und Gegenstand des Konzepts


Die nachfolgende Darstellung behandelt die Frage der Frequenzzuteilung für Drahtlose Mikrofone in einer sich verändernden Frequenzlandschaft, insbesondere im Frequenzbereich 470-862 MHz (UHF-Bereich).
Drahtlose Mikrofone dienen der einseitigen Übertragung von Sprach-, Musik- oder Tonsignalen. Wesentliche Nutzergruppen bzw. Einsatzgebiete sind im professionellen Bereich die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und die privaten Rundfunk-Programmanbieter und -Programmproduzenten sowie sonstige professionelle Anwendungen für u.a. Konzertveranstaltungen, Theater/Oper/Musical, Kongresse/Tagungen.
Frequenzen für drahtlose Mikrofone werden auch für den Regie- und Kommandofunk genutzt. Dieser dient als sog. breitbandiger Rückkanal zur einseitigen Übertragung von Regie- und Kommandosignalen sowie für das sog. In-Ear-Monitoring (am Ohr getragener Kleinstempfänger für den Liveton, für Regieanweisungen oder ähnliches) bei Veranstaltungen sowie bei Rundfunk- und Bühnenproduktionen.
"

Die APWPT hatte dazu kommentiert: (24.08.2009)

Statusinformation zur Umsetzung des BR Beschlusses vom 12. Juni 2009 [241 KB]

BITKOM Eckpunktepapier

ZVEI-Fachverband "GFU"

Pressemeldung der GFU vom 12.06.2009:

Geräteindustrie und Kabelnetzbetreiber begrüßen Entschließung des Bundesrates zu digitaler Dividende, technische Probleme vor der Frequenzvergabe zu lösen

"
Die Elektroindustrie, Kabelnetzbetreiber und die Unterhaltungselektronik begrüßen die heutige Entschließung des Bundesrats zur Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung der Bundesregierung. Mit der Zustimmung der Länderkammer zur Verordnung ist der Weg eröffnet, den bisher für den Rundfunk reservierten Frequenzbereich zwischen 790 und 862 MHz für mobile Datendienste freizugeben. Zuvor allerdings soll nach dem Willen der Länderkammer durch die Bundesnetzagentur untersucht werden, ob dadurch der Fernsehempfang über Kabel und Terrestrik sowie Funkmikrofone gestört werden und wie diese Störungen beseitigt werden können. Die Verbände appellieren an die Bundesregierung, der Entschließung des Bundesrates zu folgen und die technische Prüfung vor der Frequenzfreigabe durchführen zu lassen.
Denn noch sind zahlreiche technische Probleme, die sich durch die Umwidmung der Frequenzen ergeben, nicht gelöst: Untersuchungen der ANGA und des Instituts für Rundfunktechnik (IRT), München, hatten bereits Anfang des Jahres ergeben, dass schon geringe Sendeleistungen rückkanalfähiger mobiler Datengeräte den Kabelempfang stark beeinträchtigten. Unter bestimmten Bedingungen ist sogar überhaupt kein Fernsehempfang mehr möglich. Ebenso betroffen ist davon der digitale terrestrische Fernsehempfang (DVB-T). Eine vom Heinrich-Hertz-Institut im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums durchgeführte Studie weist darüber hinaus auf Störungen hin, die auch benachbarte Frequenzbereiche betreffen. Auf die Unterhaltungselektronik-Industrie kommt für die Entwicklung von alternativen Technologien für die Gewährleistung eines störungsfreien Empfangs bei Neugeräten ein erheblicher Aufwand zu. Die bereits im Markt befindlichen Geräte sind nach heutigem Stand nicht nachrüstbar, sodass Millionen von Fernsehzuschauern in Deutschland betroffen sein werden.
Darüber hinaus wird der Betrieb der zahlreichen drahtlosen Produktionsmittel (Mikrofone und drahtlose Monitorsysteme) nachhaltig gestört. Die Funktionsfähigkeit der aktuellen Geräte ist nicht gesichert.
Mit der Bundesratsentschließung ist die Bundesregierung in die Pflicht genommen, diese Risiken zu berücksichtigen. Die Bundesnetzagentur ist nun gefordert, vor der Vergabe der Frequenzen ein Einführungsszenario zu entwickeln, das eine mit der Rundfunkübertragung über Kabel und DVB-T verträgliche Einführung mobiler Datendienste gewährleistet.
ZVEI, gfu und ANGA bieten dazu ihre Unterstützung mit ihrer Fachkompetenz an.
"

Sie finden die vollständige Pressemeldung hier

------------

Die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik fordert am 09. März 2009 in einer Pressemedung:

Sicherer Rundfunkempfang muss gewährleistet bleiben - Ernsthafte Verträglichkeitsprüfungen vor der Verteilung der „Digitalen Dividende“

In der Pressemeldung wird weiter ausgeführt:
"..Die Öffnung des oberen UHF-Frequenzbereichs (Kanäle 61 bis 69) für Mobilfunk-Dienste birgt jedoch erhebliche technische Risiken, die im Vorfeld des Kabinettsbeschlusses nicht hinreichend erörtert wurden. Hiervon sind nicht nur die über 15 Millionen DVB-T-Empfänger in den deutschen Haushalten potentiell betroffen, sondern auch Kabelanlagen und Kabel-Endgeräte wie Modems, Set-Top-Boxen und integrierte Fernseher. Studien des Verbands der Deutschen Kabelnetzbetreiber ANGA und des Instituts für Rundfunktechnik (IRT), München, haben ergeben, dass schon geringe Sendeleistungen rückkanalfähiger mobiler Datengeräte zu starken Einstrahlungen in abgeschirmte Kabel und Fernseh-Empfangsgeräte führen – mit der Folge, dass neben dem DVB-T- auch der Kabelempfang stark beeinträchtigt wird. Unter bestimmten Bedingungen ist sogar überhaupt kein Fernsehempfang mehr möglich."

Sie finden die GFU-Pressemeldung hier.

Kommentierung durch den APWPT:

Das von der GFU aufgezeigte Störproblem ist technisch nicht nur für TV-Endgeräte zutreffend. Vielmehr muss davon ausgegangen werden, dass derartige Probleme auch die professionelle Veranstaltungsproduktion und deren drahtlose Werkzeuge betreffen.
In der Praxis muss damit gerechnet werden, dass nach der Einführung von Mobilfunk auf den TV-Kanälen 61-69, für benachbarte Frequenzen massive Störungen entstehen. Betroffen sind insbesondere die angrenzenden TV-Kanäle und der Frequenzbereich 862 bis 865 MHz.

Der APWPT unterstützen die GFU nachdrücklich und fordert seit geraumer Zeit, dass eine Frequenzvergabe an den Mobilfunk erst dann vollzogen wird, wenn durch Verträglichkeitsstudien eine Unbedenklichkeit bewiesen ist.

Breitbandinitiative - News

Das Bundeskabinett am 04.03.2009 die Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung verabschiedet.

Wenn der Bundesrat im Mai der Verordnung zustimmt, ist der Weg für die Versorgung ländlicher Regionen mit mobilem Breitband geöffnet. Die Bundesnetzagentur soll in die Lage versetzt werden, die Vergabe der Frequenzen so schnell wie möglich (also möglichst noch 2009) vorzunehmen. Damit könnten die Frequenzen bereits 2010 genutzt werden.

Sie finden die Pressemeldung hier
---------------------------------------------------------------------------------

Bundesregierung verkündet Entscheidung (05.03.2009)
---------------------------------------------------------------------------------

APWPT kommentiert die Entscheidung der Bundesregierung zur Digitalen Dividende und das Eckpunktepapier der Bundesnetzagentur [272 KB] (18.03.2009)

APWPT-Pressemeldung: Entscheidung der Bundesregierung zur Digitalen Dividende gefährdet Kulturwirtschaft [123 KB] (04.03.2009)

Pressemeldung des Bühnenvereins: Mobilfunk darf der Kultur nicht dazwischenfunken (04.03.2009) [78 KB]

Hilfe: APWPT veröffentlicht erste Anwenderinformationen (04.03.2009) [161 KB]

---------------------------------------------------------------------------------

Ist echtes Breitband für das Land ohne UHF möglich?

Breitband-Offensive für ländliche Regionen in NRW und Hessen gestartet

Weiterführende Informationen

TNS-Studie: Nur 14% nutzen mobiles Breitband

Internetzugang über Satellit wird immer attraktiver und kann UHF Ressourcen schonen

Was ist eigenlich ein Breitband-Internet-Zugang?
In Deutschland zukünftig eine Übertragungsrate von mindestens 1MBit/s

Bisher zugesicherte Datenraten für UHF-Internetzugänge: Fakten zur Diskussion

-------------------------------------------------------------------------------

Das Bundeskabinett hat am 18.02.2009 die neue Breitbandstrategie der Bundesregierung beschlossen.

Lesen Sie dazu die Mitteilung des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie, Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg

Den Wortlaut der Breitbandstrategie finden Sie hier

Der APWPT unterstützt ausdrücklich die Breitbandinitiative der deutschen Bundesregierung und fördert nach Kräften das Vorhaben. Kritisch wird allerding die geplante Zuweisung von Internetzugängen im Frequenzbereich 790 bis 862 MHz gesehen.

Lesen Sie dazu die APWPT Pressemeldung vom 19.02.2009
(Deutsche Version [126 KB] / English Version [111 KB] )

Fragen zum Breitbandatlas

Der Breitbandatlas des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) visualisiert die regionale Bereitstellung von Breitbanddiensten in Deutschland. Auf Grundlage der zur Verfügung gestellten Daten werden zahlreiche Gebiete als unversorgt ausgewiesen. Gerade auf deren schlechter Internetversorgung basiert die aktuelle Diskussion, zum Beispiel zur Nutzung von UHF Frequenzen für die regionale Bereitstellung von Internetzugängen.

Den Nutzern des Breitbandatlas stellen sich beim Studieren der Daten natürlich auch Fragen:

1)
Wie vollständig sind die zur Verfügung gestellten Technikdaten?
Es wird zum Beispiel in einigen Regionen nicht auf die aktuell verfügbaren, hochratigen Internetzugänge über Kabel-TV-Angebote hingewiesen (so die PLZ-Region 913xx: schwache DSL-Versorgung aber 30 MBit/s per TV-Breitbandkabel).

2)
Wie aktuell sind in den Landeskarten visualisierten Daten?
Wahrscheinlich handelt es sich um Daten aus dem Jahr 2007. In einigen Regionen hat sich inzwischen wahrscheinlich die Sachlage verändert. Kann mit einer kurzfristigen Aktualisierung der Landeskarten gerechnet werden?

Fallbeipiel: Landeskarte "Technik Brandenburg"

3)
Nachdem aktuell die Kabel-Versorgung der "weissen Flecken" spätestens bis 2011 auch von DSL-Anbietern vorgeschlagen wird, stellt sich die Frage nach einer gesamt-konzeptionellen Versorgungskarte für die nächsten drei Jahre.

Lesen Sie dazu auch diese Internetbeiträge:
Telekom-Konkurrenz will DSL-Netzausbau beschleunigen
Kabel BW schließt Netzausbau ab
Kabel BW führt bis 2010 flächendeckend Internet mit 100 MBit/s ein

4)
Die Forderung nach wesentlich höheren Datenraten wächst schneller, als selbst moderne Drahtlostechnik auf UHF-Frequenzen übertragen könnte. Für zeitgemäß hohe Datenraten gibt es keine Alternative zu Glasfaser und Koaxialkabel.

Lesen Sie dazu auch diesen Internetbeitrag:
Kommunalverband fordert 100-Mbit-Zugänge für alle

5)
Es gibt berechtigten Anlass zur Annahme, dass bereits mit modifizierter WLAN-Technik eine Reihe von Problemen gelöste werden können.
So berichtet zum Beispiel "digitalmagazin.info" am 16. Januar 2009:
Breitband-Internet via Funk: „Wirtschaftlicher Ausbau ohne Beihilfe der Gemeinde bereits ab circa 25 Teilnehmern möglich“. Dargestellt wird ein Lösungsansatz ("Air DSL") eines Providers.

6)
Internetzugang über Satellit mit steigender Attraktivität.
Zwischenzeitlich (Februar 2009) gibt es via Satellit "TriplePlay" Angebote. Diese Entwicklung wird sich fortsetzen.

7)
Eine Liste von alternativen Anbietern über WIMAX oder WLAN finden Sie hier

Fazit:
Die öffentlich geführte Diskussion zu Internetzugängen auf UHF benötigt dringend eine Aktualisierung der Datenlage um nicht an Glaubwürdigkeit zu verlieren.

Hinweis in eigener Sache:
Es ist nicht das Anliegen des APWPT die grundsätzliche Notwendigkeit einer Breitband-Internetversorgung in Frage zu stellen.
Im Gegenteil - Breitbandige Internetanbindung, möglichst aller Siedlungsräume, ist unverzichtbar!
Es scheint aber immer wieder angeraten, die Diskussion zur Zuweisung von UHF-Frequenzen zur Breitbandversorgung zu hinterfragen und die langfristige Zweckmäßigkeit der angedachten Maßnahme, unter dem Aspekt limitierter UHF-Ressourcen im Kontext mit stetig wachsenden Erwartungen an die effektiv verfügbare Nettodatenrate, zu bewerten.


Fallbeispiel: Landeskarte Technik Brandenburg

In der Landeskarte "Technik Brandenburg" [260 KB] wird der Landkreis Prignitz als unversorgt dargestellt.
Nutzt man die angebotene Breitbandsuche für Meyenburg, ein kleiner Ort dieser Region, so werden 2 bis 3 Anbieter ausgewiesen.
Ein Internetzugang über Satellitenversorgung ist in dieser Region ebenfalls möglich.

Funk-Modellprojekt in Baden-Württemberg

"Weichenstellung für bessere Internet-Versorgung im ländlichen Raum"

LFK startet Aufruf an Unternehmen, sich an
einem Funk-Modellprojekt zu beteiligen

Weitere Informationen finden Sie hier

Internetzugang über Satellit

Aktuell beobachten wir drei interessante Tendenzen:

1) Sinkende Preise
Im Februar 2009 werden erste Flatrate Angebote unter 10,- € bei vierfacher ISDN-Geschwindigkeit beobachtet (z. B. StarDSL)

2) Neue Angebote - EUTELSAT startet in Frankreich einen Breitbanddienst
Zwei Anbieter kündigen eine Flatrate für 35 Euro monatlich inklusive Hardware an. Dem Vernehmen nach sollen Downlink Geschwindigkeiten bis zu 2 MBit/s und im Uplink bis zu 384 kBit/ angeboten werden. Tooway, so lautet der Produktname, ist eine auf Endverbraucher und kleine Unternehmen zugeschnittene Lösung. In verschiedenen europäischen Ländern beabsichtigen Telekommunikationsanbieter ebenfalls Tooway zu vermarkten.
Bereits 2010 will EUTELSAT neue Produkte mit Downlink Geschwindigkeiten bis zu 10 MBit/s anbieten.

3) INMARSAT Satelliten werden umpositioniert
INMARSAT, bisher auf die Versorgung maritimer Regionen spezialisiert, will offensichtlich die Landversorgung verbessern und verschiebt dazu Satelliten auf neue geostationäre Positionen. Bisher werden Datendienste bis 492 kBit/s angeboten.

Film- und Fernsehbranche

Baiersdorf, 05.05.2009:

APWPT und die Berufsvereinigung Filmton machen gemeinsam und mit Unterstützung der Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen
und dem Verband Technischer Betriebe für Film und Fernsehen auf eine weitere Berufsgruppe aufmerksam, die bisher im Rahmen der Diskussion zur „Digitalen Dividende“ nicht ausreichend berücksichtigt wurde - die Produzenten und Dienstleister der Film- und Fernsehbranche -


Mit der geplanten Änderung der Frequenzplanzuweisungsverordnung sollen bisher für die Drahtlosmikrofone allgemein zugeteilte Frequenzen nun an den Mobilfunk, z. B. für den Aufbau von mobilen Internetdiensten, umgewidmet werden. Dadurch verschlechtert die Bundesregierung die Produktionsbedingungen in der Kultur- und Medienindustrie.
Die Produzenten und Dienstleister der Film- und Fernsehbranche sehen sich bisher nicht ausreichend berücksichtigt und bitten die an der Gesetzgebung beteiligten Landesregierungen und Fraktionen, sich gegen eine vorschnelle Verabschiedung der Frequenzplanzuweisungsverordnung zu wenden, im Bundesrat
das Gesetz abzulehnen und an den Vermittlungsausschuss zur Überarbeitung zu verweisen.

Sie finden die gemeinsame Pressemeldung hier [245 KB]

Bayrischer Landtag

München, 26.05.2009

Die schriftliche Anfrage des Abgeordneten Thomas Mütze BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom 02.04.2009 und die Antwort der der Bayerischen Staatskanzlei vom 06.05.2009 werden als Drucksache 16/1292 [27 KB] veröffentlicht.

--------------------------

München, 22.04.2009

In einem Dringlichkeitsantrag fordern Abgeordnete und die Franktion der SPD:

Zurückstellung des Entwurfs zur Zweiten Verordnung zur Änderung der Frequenzbereichszuweisungsplanungsverordnung (BR-Drs. 204/09)
Weiter wird vorgeschlagen:

"Der Landtag wolle beschließen:

Die Staatsregierung wird aufgefordert darauf zu drängen, dass die am 15. Mai 2009 geplanten Beratungen im Bundesrat über den Entwurf zur Zweiten Verordnung zur Änderung der Frequenzbereichsplanungsverord-nung (Bundesrats-Drucksache 204/09) ausgesetzt wird, damit über die Nut-zung des Frequenzbands 790 MHz bis 862 MHz erst nach ausführlicher Prü-fung entschieden wird.

Vorher sind die betroffenen Verbände, Einrichtungen, Vereinigungen, Her-steller und Betroffene zu hören und maßgeblich zu berücksichtigen, insbe-sondere was erforderliche Umrüstungs- und Neubeschaffungskosten betrifft, die auf die bisherigen Sekundärnutzer dieser Frequenzen zukommen. "

Das Dokument trägt die Bezeichnung "Drucksache 16/1151"

Sie erhalten den Dringlichkeitsantrag hier

--------------------------

München, 21.04.2009

Abgeordnete der Fraktion "BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN" fordern die bayrische Staatsregierung auf, im Bundesrat dem Entwurf „Zweite Verordnung zur Änderung der Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung„ solange nicht zuzustimmen, bis eine umfassende Prüfung der Auswirkungen einer Neuzuteilung der Frequenzen erfolgt ist.

In einer umfassenden Begründung wird verwiesen auf absehbare Probleme bei

Medienunternehmen, öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk sowie Kultur- und Sportveranstaltern (Künstler, Musiker und Akteure, öffentlich-rechtliche und private Rundfunk- und Fernsehanstalten, Betreibern von Theatern und Musicalhäusern, Veranstaltern von Konzerten, Dienstleistern aus der Veranstaltungs- und Eventbranche, öffentlichen und privaten Betreibern von Stadthallen, Mehr-zweckhallen und Freiluftbühnen, Veranstaltern von Sportevents und internationalen Sportgroßereignissen, der Filmindustrie und deren Produktionspartner, Kongressveranstalter und Messebetreiber, Reportagetechnik und mittelbar betroffene Journalistenverbände, Hersteller und Groß- und Zwischenhandel der drahtlosen Mikrofontechnik und sonstigen Herstellern drahtloser Technik in den betroffenen Frequenzbereichen.

Weiter wird auf Probleme beim Fernsehempfang verwiesen, auf die z. B. der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber seit geraumer Zeit öffentlich aufmerksam macht (Radaktioneller Hinweis: Durch die geplante Mobilfunkzuweisung im UHF-Bereich sollen Frequenzen belegt werden, die im Kabelnetz zur Programmverteilung genutzt werden. Das kann, insbesondere im Heimumfeld, zu massiven Störungen führen. Wenn Tochter Handy-foniert, dann kann Vater sein Sportprogramm vergessen – könnte man vereinfachend sagen).

APWPT - Kommentar:

Wir bedanken uns bei den Abgeordneten und der Fraktion "BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN" für diese Initiative und stehen gerne mit Rat und Tat zur Seite.
Die Abgeordneten mögen weiter berücksichtigen, dass im Rahmen einer Entscheidung für den Mobilfunkdienst, die Zuweisung von geeignetem und hochqualitativem Ersatzspektrum im Mittelpunkt des Handelns stehen muss.

Andere Fraktionen und Landesparlamente werden im Rahmen der Vorbereitung der Abstimmung des Bundesrats gebeten, sich des betroffenen Potenzial der professionellen Veranstaltungsproduktion, Kunst, Kultur und Sport klar zu werden, alle Argumente zu prüfen und sorgsam eine Folgeabschätzung durchzuführen. Bitte berücksichtigen Sie dabei unbedingt, den Livecharakter der meisten Produktionen und die hohe Qualitätserwartung, die Grundlage der professionellen Geschäftstätigkeit ist. Gerade Politiker erwarten, wenn sie drahtlos auf den "Sender" geschaltet werden, dass die eigene Position ungestört übertragen wird.

Landtag von Baden-Württemberg

Am 26.04.2009 hat die Fraktion der Grünen im Landtag einen Antrag zur Frequenz-Neuvergabe gestellt

Wir stellen dies in Auszügen vor:

Zunächst wird Aufklärung zu verschiedenen Sachverhalten gefordert
Zum Beispiel: Wie viele Theater, Opernhäuser, Kulturveranstalter, Hallen, Sportveranstalter, Medienunternehmer, Universitäten, Messeveranstalter, Radio- und Fernsehsender betroffen sein werden. Wie hoch man den Investitionsbedarf im Kulturbereich in Baden-Württemberg schätzt und wer die Investitionen tragen soll.

Danach wird beantragt, im Bundesrat der Änderung der Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung nicht zuzustimmen und dafür Sorge zu tragen, dass den Kulturträgern und Kulturschaffenden weiterhin UKW-Frequenzen zur Verfügung stehen.

Der Antrag ist in der Drucksache 14 / 4390 nachzulesen.

Die informierende Seite des Landtags finden Sie hier

Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg

Die Abgeordneten Ole Thorben Buschhüter und Dr. Christel Oldenburg (SPD) haben am 15.05.09 eine schriftliche "Kleine Anfrage" an den Hamburger Senat gestellt:

Änderung der Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung – Ist in Hamburg zukünftig kein ungestörter Betrieb von Drahtlosmikrofonen mehr möglich?

Der Senat wird (u.a.) gefragt:

"
1.
Beabsichtigt Hamburg, im Bundesrat der „Zweiten Verordnung zur Änderung der Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung„ (Bundesratsdrucksache 204/09) zuzustimmen, beziehungsweise hat Hamburg dieser Verordnung zugestimmt?

2.
Wie beurteilen der Senat beziehungsweise die zuständige Behörde die Auswirkungen der Änderung der Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung auf die Kultur- und Unterhaltungsbranche sowie auf den sonstigen professionellen Veranstaltungsbereich (beispielsweise Messen, Kongresse, Kirchen, Hörfunk- und Fernsehproduktionen)?

3.
Die Kultur- und Unterhaltungsbranche fordert, dass über den Frequenzbereich 790 bis 862 MHz erst nach ausführlicher Prüfung entschieden wird und zuvor die Betroffenen angehört werden. Teilen der Senat beziehungsweise die zuständige Behörde diese Forderung?

4.
Die Verfügung zur sekundären Nutzung (Allgemeinzuteilung) des Frequenzbereiches von 790 bis 862 MHz für drahtlose Mikrofone für professionelle Nutzungen gilt bis Ende 2015. Über das Jahr 2015 hinaus sollen Zuteilungen nur noch im Einzelfall möglich sein. Die Kultur- und Unterhaltungsbranche befürchtet, dass durch die zukünftig nur noch sekundäre Nutzung dieses Frequenzbereiches in erheblichem Umfang Tonstörungen auftreten könnten. Teilen der Senat beziehungsweise die zuständige Behörde diese Befürchtung?

"

Sie erhalten das Dokument in der Parlamentarischen Datenbank unter der Eingabe der Dokumentennummer 3101 in der 19. Wahlperiode


Wie wir erfahren haben, soll der Senat (u.a.) wie folgt geantwortet haben:

"
Zu 1.:
Der Senat wird über sein Abstimmungsverhalten rechtzeitig entscheiden. Die für den 15. Mai 2009 vorgesehene Beratung des Bundesrates wurde vertagt. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

Zu 2.:
Dem Senat ist bewusst, dass die Kultur- und Unterhaltungsbranche sowie der sonstige professionelle Veranstaltungsbereich in großem Umfang Drahtlosmikrofone benutzen, die auf den Frequenzbereich 790 bis 862 MHz eingestellt sind. Bund und Länder verhandeln daher über eine weitgehende Übernahme der Umstellungskosten durch den Bund.

Zu 3.:
Der Senat hat sich dafür eingesetzt, dass vor einer Vergabe des fraglichen Frequenzbereichs eine tragfähige technische und finanzielle Lösung für die Einrichtungen, die drahtlose Mikrofone nutzen, gefunden wird. Die Länder erwarten, dass der Bund seine Zusagen einhält, eine angemessene Mitfinanzierung aus den Verwertungserlösen sicherzustellen. Auch konnte in den Verhandlungen mit dem Bundeswirtschaftsministerium erreicht werden, dass die bis 2015 gültige Allgemeinverfügung zur Nutzung der drahtlosen Mikrofonanlagen, die in die ausschließliche Zuständigkeit des Bundes fällt, nicht vorab widerrufen wird. Im Übrigen wirkt der Senat gemeinsam mit den anderen Ländern darauf hin, den Einrichtungen, die Drahtlosmikrofone nutzen, bereits vor Beginn eines Versteigerungsverfahrens ein gleichwertiges und hinreichendes Ersatzspektrum verbindlich zu benennen.

Zu 4.:
Für das Gebiet der Freien und Hansestadt Hamburg ist derzeit nicht ersichtlich, dass angesichts des hohen Versorgungsgrades mit festnetzbasierten breitbandigen Internetanschlüssen Funklösungen im Frequenzbereich von 790 bis 862 MHz zum Einsatz kommen. Eine sichere Prognose zur Störanfälligkeit ist nicht möglich.

"

Derzeit liegt uns noch kein Link zu einem Dokument vor, welches die Antwort enthält.

Niedersächsischer Landtag

Die Fraktion der BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat einen Antrag gestellt, der 14.05.09 unter TOP 44 im Niedersächsischen Landtag behandelt werden soll:

Antrag: Mobilfunk darf der Kultur nicht dazwischen funken - Umfassende Prüfung der Auswirkungen einer Umverteilung des Frequenzbandes von 790 bis 862 MHz erforderlich

U. a. wird ausgeführt:

Am 4. März 2009 hat das Bundeskabinett die Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung verabschiedet. Die Änderung sieht eine Öffnung des Bereichs zwischen 790 und 862 MHz für breitbandige Mobilfunkanwendungen vor.

Eine Technologie-Folgenabschätzung dieser Maßnahme hat bisher nicht stattgefunden. Die bisherigen NutzerInnen dieses Frequenzbereiches rechnen jedoch mit massiven Störungen ihrer Übertragungen.

In der Begründung wird weiter genannt:

Für die Nutzerinnen und Nutzer ist die störungsfreie Nutzung von drahtlosen Mikrophonen bis 2015 von außerordentlicher Bedeutung. Die Hersteller von drahtlosen Mikrophonanlagen, zu denen auch die niedersächsische Firma Sennheiser als Marktführer gehört, haben einen angemessenen, störungsfreien Übergangszeitraum gefordert, um auf neue Produkte umstellen zu können.

Fachleute gehen davon aus, dass der Investitionsbedarf, den eine Umrüstung, beziehungsweise Neuanschaffung, durch welche die Störungen behoben werden könnten, allein für die mit Steuergeldern finanzierten Kultureinrichtungen rund 2,5 bis 3,3 Milliarden Euro beträgt.

Aufgrund dieser erwarteten, weitreichenden Folgen für die bisherigen und künftigen NutzerInnen dieses Frequenzbereichs, ist eine umfassende Technologiefolgenabschätzung vor einer Beschlussfassung dringend erforderlich. In der verständlichen Eile zur Schaffung neuer Breitbandkapazitäten dürfen die bestehenden Nutzer dieser Frequenzen im zugesicherten Zeitraum bis 2015 nicht übergangen werden.

Der Antrag im Landtag trägt die Bezeichnung "Drucksache 16/0000"

Die Pressemedung der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Niedersächsischen Landtag erhalten Sie hier [21 KB]

Den Bericht der Fraktionsseite der Grünen in Niedersachsen sinden Sie hier

---------------------------------------------------------------------------------

Sitzung des Niedersächsischen Landtages am 27.03.2009 - TOP 29

Der Abgeordnete Roland Riese (FDP) hatte angefragt (Auszug):

Unter welchen weiteren Voraussetzungen können die noch bestehenden weißen Flecken in Niedersachsen durch Nutzung der zu versteigernden UMTS-Frequenzen sowie der Frequenzen von 790 bis 862 MHz für drahtlose Breitbandzugängen zum Internet getilgt werden?

Teilt die Landesregierung die Auffassung der Bundesnetzagentur, dass im Bereich der 800-MHz-Frequenzen eine Frequenzknappheit nicht ausgeschlossen werden kann?

Welche Einflüsse der beabsichtigten Nutzungen der genannten Frequenzen könnten sich auf die Nutzung drahtloser Mikrophone ergeben?

Wirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler antwortete auf die Fragen (Auszug)

Das Ziel, die so genannten "Weißen Flecken" in Kommunen, insbesondere im ländlichen Raum drahtlos mit Breitbandzugängen zu versorgen, lassen sich erreichen, wenn neben modernen leitungsgebundenen Netzen auch leistungsstarke Funktechnologien zum Einsatz kommen.
Ziel der Frequenzpolitik ist eine bestmögliche Nutzung der begrenzt verfügbaren Ressource Funkfrequenzen. Die Möglichkeit der Nutzung von Frequenzen kann daher nicht allein dem freien Spiel der Kräfte auf dem Markt überlassen werden.

Im Bereich der drahtlosen Mikrofone setzt sich die Bundesnetzagentur bereits seit geraumer Zeit auf internationaler Ebene dafür ein, dass alternative Nutzungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung eines nahtlosen Übergangs geschaffen werden. Insbesondere sollen hierfür rechtzeitig alternative Frequenzbereiche für die Nutzungen drahtloser Mikrofone zur Verfügung stehen.
Bis zum Ende des Jahres 2015 gilt eine Verfügung der Bundesnetzagentur, wonach in den Frequenzbereichen 790 – 814 und 838 – 862 MHz drahtlose Mikrofone für professionelle Nutzungen allgemein zugeteilt betrieben werden dürfen. Über 2015 hinaus sind im Einzelfall Zuteilungen möglich.

Das Band 470 – 790 MHz ist durch drahtlose Mikrofone, allerdings beschränkt auf Nutzungen im Zusammenhang mit Rundfunk, genutzt. In dem Entwurf der Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung ist bereits vorgesehen, diesen Bereich auch für Anwendungen zur professionellen drahtlosen Produktion zu öffnen.

Sie finden die informierende Landtagsseite hier

Landtag Nordrhein-Westfalen

Die Fraktionen von FDP und CDU formulieren am 06.05.2009 einen Entschließungsantrag zu dem Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen "Mobilfunk darf der Kultur nicht dazwischen funken"

Neuvergabe der Frequenzen nicht zu Lasten von Kultureinrichtungen - Bund muss Umstellungskosten erstatten

Im Antrag wird festgestellt (Auszug):

1)
Highspeed-Internetzugänge haben branchenunabhängigeine hohe Bedeutung für unsere Unternehmen in Nordrhein-Westfalen, egal ob diese auf dem Land oder in Ballungsräumen ihren Sitz haben..
Daher ist es richtig, dass die EU, die Bundesregierung, die Länder und die Bundesnetzagentur Rundfunkfrequenzen (Kanäle 61 bis 69) für die vierte Mobilfunkgeneration LTE einsetzen wollen..

2)
Vom Einsatz der Kanäle 61 bis 69 für Mobile Services sind jedoch drahtlose Mikrofone betroffen, die in Live-Veranstaltungen, Theatern, Museen etc. eingesetzt werden. Mit Störungen ihrer Übertragungen haben demnach der öffentlich-rechtliche und der private Rundfunk, Medienunternehmen, Kultur- und Sportveranstalter, Theater und Musicalhäuser sowie Konzertveranstalter und sonstige diverse Nutzer drahtloser Mikrofonanlagen zu rechnen.
Für Flächenländer wie Nordrhein-Westfalen, die eine relativ große Anzahl von Ballungsräumen mit kulturellen Einrichtungen aufweisen, ist die störungsfreie Nutzung von drahtlosen Mikrofonen bis 2015 von außerordentlicher Bedeutung. Die Hersteller von drahtlosen Mikrofonen haben einen angemessenen (störungsfreien) Übergangszeitraum gefordert, um auf neue Produkte umstellen zu können. In diesem Punkt hat das Bundeswirtschaftsministerium den Ländern eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zugesichert..

3)
Der vorliegende Entwurf der Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung sichert die Interessen des Rundfunks, soweit dies auf allgemeiner Verordnungsebene möglich ist. Die Interessen der Kultureinrichtungen müssen jedoch noch deutlicher abgesichert werden.

4)
Die Staatskanzleien der Länder haben in den Verhandlungen zu dieser Verordnung nachdrücklich gefordert, dass die durch die Umsetzung der Digitalen Dividende entstehenden Umstellungskosten (DVB-T-Sender, drahtlose Mikrofone etc.) in angemessener Höhe auszugleichen sind.

Der vollständige Text kann der Drucksache 14/9180 entnommen werden.

-----------

Die NRW-Landesfraktion von Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stellt am 28.04.2009 folgenden Antrag:

Mobilfunk darf der Kultur nicht dazwischen funken - umfassende Prüfung der Auswirkungen einer Umverteilung des Frequenzbandes von 790 bis 862 MHz erforderlich

Unter Blich auf die kommende Abstimmung der Länderkammer zur Frequenzplanänderungsverordnung fordern BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN dem Beschluss des Bundeskabinetts solange nicht zuzustimmen, bis wesentlich Voraussetzungen erfüllt sind.

Das sind u.a.

- Deckung der Kosten, die sich aus notwendigen Umstellungen für Rundfunksendeunternehmen und Sekundärnutzer ergeben

- Vor der Frequenzvergabe
1) Befriedigende Lösung für die sich aufzeigende Störproblematik
2) Verbindliche Benennung von gleichwertigem Spektrum für die Nutzung drahtloser Mikrofone

- Umstellungskosten den die Frequenzen bisher nutzenden Kultureinrichtungen, bzw. den sie tragenden Kommunen oder Ländern in geeigneter Form erstatten

Der Antrag ist in der Drucksache 14/9070 nachzulesen.

-----------

NRW-27.04.2009

Die NRW-Landesregierung befasste sich in der 35. Sitzung des Kulturausschusses im TOP 3 mit den Auswirkungen der durch die Bundesregierung beschlossenen Änderung der Frequenzplanzuweisungsverordnung und versuchte eine Position zur Sitzung der Länderkammer am 15. Mai 2009 zu erarbeiten:

Allgemein wird davon ausgegangen, dass die Länder der Verordnung zwar zustimmen werden, das aber mit Auflagen verbunden sein wird.

So setzen sich die Länder nachdrücklich für eine frühzeitige Bekanntgabe von Ersatzspektrum ein.
Insbesondere die Interessen der Kultureinrichtungen müssten aber deutlicher abgesichert werden.

Wie bekannt wurde fordern die Staatskanzleien, dass die entstehenden Umstellungskosten in angemessener Höhe ausgeglichen werden.

Landtag Schleswig-Holstein

Zur Umverteilung der Frequenzbereiche und deren Folge sagt die kulturpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, Angelika Birk: "Die Bundesregierung hat eine neue Verteilung der Medienfrequenzen beschlossen, ohne die weit reichenden Folgen zu prüfen."

Um dieses Risiko zu vermeiden, fordert die Fraktion die Landesregierung auf, am 15. Mai im Bundesrat die Notbremse zu ziehen und die sorglose Veränderung der Frequenznutzung zunächst einmal zu stoppen.

Für die kommende Landtagssitzung wird beantragt, dass die Landesregierung im Bundesrat dem Entwurf der „Zweiten Verordnung zur Änderung der Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung“ so lange nicht zustimmt, bis eine umfassende Prüfung der Auswirkungen einer Neuzuteilung der Frequenzen erfolgt ist.

Sie erhalten die Presseinformation hier [20 KB]

Darüber berichtet ebenfalls der europaticker

Konferenz der Leiter der Staats- und Senatskanzlei

Berlin am 07.05.2009

Information von der Konferenz der Leiter der Staats- und Senatskanzleien der Länder

Von gewöhnlich gut informierter Stelle war zu erfahren, dass sich die Konferenzteilnehmer (u.a.) die folgenden Punkte verständigt haben:

Die Leiter der Staats- und Senatskanzleien der Länder empfehlen der Bundeskanzlerin und den Ländern:

1)
Mitbenutzung aller nutzbaren öffentlichen Infrastrukturen zum effizienten Ausbau von Breitbandnetzen

2)
Nutzung der Mittel aus den Gemeinschaftsaufgaben GRW und GAK.
Für die Ausschreibungen soll in Kürze die Förderbedingungen unter www.zukunft-breitband.de verfügbar sein.

3)
Der Bund soll seine bereits im Rahmen der Änderung Frequenzzuweisungsplanverordnung formulierte Zusage bekräftigen.
Damit gemeint ist offenbar die Übernahme der Umstellungskosten für Rundfunkunternehmen und die Sekundärnutzer.

APWPT-Kommentierung:

1)
Die Konferenz der Leiter der Staats- und Senatskanzleien der Länder setzt sich massiv für die Förderung des Breitbandausbaus ein und listen nutzbare Fördergelder auf.
-> Ein Anliegen welches durch den APWPT ausdrücklich unterstützt wird!

2)
Der Bund wird aufgefordert den Schaden, der durch den Verlust der Umwidmung der UHF-Frequenzen an den Mobilfunk entsteht, zu kompensieren.

-> Es muss befürchtet werden, dass wieder ein längjähriger Streit zwischen Bund und Ländern, über die Zuständigkeit, den Umfang und die Vergabeverfahren, entfacht wird.
In der Zwischenzeit wurden die UHF-Frequenzen versteigert und die professionelle Veranstaltungsproduktion nachhaltig geschädigt.

-> Kommentare des Bundeswirtschafsministeriums und der Bundesnetzagentur, z. B. „..es bestand noch nie eine Zusage auf Störungsfreiheit..“ lassen nicht viel Gutes erwarten.

-> Die Länder werden nachdrücklich gebeten bei Ihrer Entscheidung gerade diese Punkte zu bedenken!

APWPT Eckpunkte zur FreqBZPV

München, der 10. Mai 2009 / Aktualisierung am 30.06.2009

APWPT veröffentlicht Eckpunkte für eine geordnete Umsetzung der Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung

Die Umsetzung der Änderung der Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung stellt die Be-teiligten insbesondere während der Übergangsphase vor große Herausforderungen. Der Mobilfunk wird nach der erfolgten Versteigerung der Frequenzen berechtigt sein in den ländlichen Gebieten schnelle Internetdienste anzubieten. Die Nutzer drahtloser Produktionsmittel können noch bis Ende 2015 diesen Bereich weiter für Funkmikrofone usw. einsetzen. Wird beides zeitgleich in einem Gebiet genutzt, kommt es zu Störungen und die drahtlosen Produktionsmittel können trotz Allgemeinverfügung nicht mehr geeignet verwendet werden. Aus diesem Grund bedarf es Verabredungen für einen geordneten Übergang.

Mit diesem Papier will der APWPT die Positionen der Beteiligten zusammenfassen und Eckpunkte für eine geordnete technische Umsetzung der Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung darstellen.

Die Juni-Aktualisierung geht auf die aktuellen Erfahrungen im Rahmen von Pilotversuchen zur ländlichen Internetversorgung ein.

Sie erhalten die Eckpunkte hier [177 KB]

Fakten zur drahtlosen Breitbandversorgung

Die breitbandige Internet-Versorgung ist in Deutschland ausbaufähig. Die Bundesregierung will daher über ein Förderprogramm den Netzausbau unterstützen.

1. Fakt:
Planungsziel - Bis 2018 eine Flächenversorgung mit 50MBit/s

Die Europäische Gemeinschaft stellt dazu Fördermittel zur Verfügung.
Zitat:
"Über den EU-Fonds für die Entwicklung des ländlichen Raums sollen Mittel in Höhe von 1 Mrd. € zur Tilgung „weißer Flecken“ auf der europäischen Breitband-Landkarte bereitgestellt werden (in ländlichen Gebieten besitzen 30 % der Bevölkerung keinen Breitbandanschluss);"
Quelle: Europa Press Release

In diesem Zusammenhang wird im Rahmen der "Verwertung der Digitalen Dividende" vielfach die Zuweisung von UHF-Frequenzen für die Breitbandversorgung gefordert. Es stellt sich die Frage, welche Zusagen an die mögliche Übertragungsrate werden gegeben und wie viele UHF-Frequenzen zur Umsetzung gefordert werden?

Bei der Veranstaltung "Die digitale Dividende " am 27.01.2009 in Wien wurden Details vorgestellt.

2. Fakt:
Aus der Zuweisung von 72 MHz (8 TV-Kanälen) wird von einem Telekommunikationsunternehmen eine "Schnelle Flächenversorgung (bei ca. 3 MBit/s)" zugesagt.

Quelle: Vodafone-Vortrag

3. Fakt:
Mit Zusage von weiteren 90 MHz (rund 11 TV-Kanäle) soll eine Steigerung der Flächenversorgung auf 6 MBit/s erzielt werden. Bemerkenswert!

Fazit:
Mit der Forderung nach mehr als 19 TV-Kanälen verbindet sich derzeit eine weit von den Vorstellungen der Bundesregierung entfernte und damit enttäuschende Versorgungszusage durch Telekommunikationsunternehmen.
Der Erfolg einer flächendeckenden Zuweisung von UHF-Frequenzen kann derzeit nicht sinnvoll mit den aktuell formulierten Zusagen begründet werden.

Was ist eigentlich "Breitband"?

Internetverbindungen sollen in Deutschland künftig offiziell erst ab einer Übertragungsrate von einem Megabit pro Sekunde als Breitbandanschluss gelten.
Lesen Sie dazu eine Presseinformation auf sueddeutsche.de

Bundesnetzagentur, Sitzung des Beirats 12.10.2009

Der Beirat der Bundesnetzagentur (BNETZA) tagte am 12. Oktober:

Beirat will zügigen Ausbau des mobilen Internetz

APWPT: Problematik "Mikrofonfrequenzen" immer noch nicht gelöst


Erwartungsgemäß hat der Beirat für eine rasche Versteigerung auch der UHF-Frequenzen aus der "Digitalen Dividende" votiert. In einer kurzen Pressemeldung wird erneut auf die Notwendigkeit dieser Maßnahme hingewiesen.

Sie finden die Pressemeldung hier [14 KB]

APWPT-Kommentar:

Wie aus gewöhnlich gut informierten Quellen berichtet wird, ist die Beratung keinesfalls so harmonisch verlaufen, wie in der Pressemeldung dargestellt wird. Vielmehr haben bereits im Vorfeld einige Bundesländer darauf verwiesen, dass die offenen Punkte (Störproblematik/DVB-T, Kabel, Mikros; Kostenübernahme aus Versteigerungserlösen) bisher als ungelöst gelten und die Bundesländer weiter eine Lösung vor der Versteigerung erwartet wird. Zitat aus einem Schreiben welches die Länderpositionen zusammenfasst: "Die Länder erwarten, dass die in den Stellungnahmen angesprochenen noch offenen Punkte, insbesondere im Hinblick auf die Umstellung der DVB-T-Sender in dem betroffenen Frequenzbereich sowie die Störproblematik bei Endgeräten und drahtlosen Produktionsmitteln, noch geklärt werden und auch die Entschädigungsproblematik einer zufriedenstellenden Lösung zugeführt wird". Der Präsident der Bundesnetzagentur ist vom Beirat aufgefordert worden, die Länderposition zu berücksichtigen und in der nächsten Beiratssitzung zu berichten.

Die APWPT fordert eindringlich von allen verantwortlich handelnden Persönlichkeiten folgende Punkte zu berücksichtigen:

(1)
Die Entschließung des Bundesrates vom 12. Juni 2009 ist eine wichtige Grundsatzposition, die es umzusetzen gilt.

(2)
Vorausgesetzt dass der Frequenzbereich 790 bis 862 MHz für die ländliche Versorgung tatsächlich unverzichtbar ist, dann muss ebenso klar sein, dass dessen bisherige Nutzer kurzfristig nur im Anschlussfrequenzbereich 470 bis 790 MHz ihre Tätigkeit fortsetzen können. Bereits die Umstellung auf diese Frequenzen stellt einen erheblichen Einschnitt in die bisherige Nutzung dar und wird für die betroffenen Unternehmen und Einzelpersonen erhebliche Arbeit, Produktionsausfall und Kosten bedeuten. Eine später Einbeziehung anderer Frequenzbereich erfordert die vorherige Untersuchung deren Eigenschaften und die Entwicklung neuer Produkte.

Der APWPT erwartet im Interesse seiner Mitglieder:

Vor der Versteigerung die schriftliche Vorlage und Umsetzung einer akzeptable Lösung zugunsten der bisherigen Frequenznutzer von 790 bis 862 MHz. Darin muss für jede neue Frequenznutzung ein langfristig garantierter Bestandschutz formuliert werden. Gerade die Erfahrungen mit der Allgemeinverfügung (Vfg 91/2005), die nach knapp 3 Jahren "infrage gestellt" wurde, zeigen die Notwendigkeit eines verlässlichen Bestandsschutzes.

Der APWPT kündigt an:

Sollte die Versteigerung der digitalen Dividende erfolgen, ohne dass zuvor die Auflagen des Bundesrats akzeptabel umgesetzt wurden, so werden wir eine nationale Sammlungsbewegung der betroffenen Anwender initiieren und geeignete Maßnahmen vorschlagen.

Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und FDP

Pläne der neue Bundesregierung im Entwurf der Koalitionsvereinbarung zur 17. Legislaturperiode (24.10.2009)

Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und FDP enthält Positionen zur "Digitalen Dividende"


Im Koalitionsvertrag wird ausgeführt:

(4625)
"Wir werden die Anstrengungen fortsetzen, die Breitbandversorgung in Deutschland sowohl in der Fläche als auch in der Leistungsfähigkeit zu steigern. Die Nutzung freiwerdender Frequenzen des Fernsehrundfunks soll dazu beitragen, kurzfristig Versorgungslücken in der Fläche zu schließen. "

(4827)
"Die Frequenzen werden jetzt zügig versteigert, damit in ländlichen Gebieten rasch und kostengünstig eine Breitbandversorgung gewährleistet werden kann."

APWPT-Kommentar:

"Schnelles Internet für ganz Deutschland" und die damit verbundene Breitbandinitiative der alten Bundesregierung findet die ungeteilte Zustimmung des APWPT. Daran hat sich nichts geändert. Allerdings erwarten unsere Mitglieder, dass sich die neue Bundesregierung rasch in die Gesamtproblematik einarbeitet und die Entschließung des Bundesrates vom 12. Juni 2009 umsetzt.

Dazu ein weiteres Zitat aus dem Koalitionsvertrag:

(4305)
"Wir müssen Menschen die Chance geben, sich durch ihre künstlerische Gestaltungskraft eine auch wirtschaftlich erfolgreiche Existenz zu schaffen und andere kulturell zu bereichern."

Das schließt aus APWPT-Sicht den gesicherten und kostengünstigen Fortbestand der drahtlosen Produktionswerkzeuge der professionellen Veranstaltungsproduktion mit ein!

APWPT: Veränderungen der Frequenznutzung


Baiersdorf, der 07. Juni 2009

APWPT veröffentlicht aktuelle Informationen zu den professionellen drahtlosen Produktionsmitteln in Deutschland:

"Veränderungen in der UHF-Frequenznutzung und Vorschläge für Lösungsansätze"


Mit Blick auf die 859. Sitzung des Bundesrats hat der Verband in einem Rahmenpapier den aktuellen Stand der Frequenznutzung dargestellt und Vorschläge für Lösungsansätze formuliert. In Kombination mit dem APWPT-Eckpunkte für eine geordnete Umsetzung der Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung wird damit ein Höchstmaß an Information für die Entscheidungsträger der kommenden Bunderatssitzung bereitgestellt.

Sie erhalten die Pressemeldung hier [160 KB]

Wollen Sie Ihre Position einbringen?
Kontaktieren Sie bitte info@apwpt.org

Suche nach Testkunden

Ein deutsches Unternehmen sucht derzeit nach Testkunden für einen Breitbandtest.

Auf einer Homepage ist zu lesen:

"
..das südöstliche Brandenburg kann sich auf eine weltweite Premiere freuen: Unternehmen, Schulen, Handwerker, Freiberufler und natürlich alle interessierten Bürger in ländlichen Gebieten, die bisher gar nicht oder nur unzureichend an DSL angebunden sind, müssen nicht mehr auf ein schnelles Internet verzichten. Die Funktechnologie auf Basis eines neuen, patentierten Verfahrens.. macht es möglich... ermöglicht die effektive Nutzung der durch die DVB-T Einführung frei gewordenen Frequenzen im TV Spektrum von 400-862 Mhz.
"

APWPT-Kommentar

Dem Kunden wird eine Weltneuheit versprochen:
Neu ist bestenfalls das eingesetzte Übertragungsverfahren. Internetversorgung, auch auf UHF, gibt es weltweit seit vielen Jahren, z. B. das HSDPA850 aus Australien welches auch in Deutschland getestet wird.

Wiederholt wird auf frei gewordene Frequenzen im Rundfunkbereich Bezug genommen:
Mal davon abgesehen, dass der Rundfunkbereich falsch angegeben wird (ein Tippfehler?) werden bestenfalls und erst nach einem Versteigerungsverfahren Frequenzen im Bereich 790 bis 862 MHz frei. Ob das Unternehmen an einer Versteigerung teilnimmt bleibt unklar. Der beabsichtigte Testbetrieb hat üblicherweise eine Genehmigungsdauer von 1 Jahr. Das sollten die adressierten Kunden natürlich auch wissen.

Ob der Frequenzbereich in dem drahtlose Mikrofone betrieben werden betroffen ist, ist derzeit noch offen. Wenn ja, dann hätten wir für Deutschland einen ersten Präzedenzfall zur Außerkraftsetzung der Vfg 91/2005 und des darin formulierten Bestandsschutzes bis 2015.

Die Reichweiteangaben steigen ständig an. Während früher von 20km gesprochen wurde sind es hier schon 30km. Andere Quellen erwarten demnächst Testversuche mit 70km Reichweite. Das damit verbundene Störpotenzial soll offenbar im „heißen Testbetrieb“ erprobt werden. Den dafür Verantwortlichen kann man nur raten, genau die möglichen Folgen zu bedenken. Ein Tipp: Störreichweite eines Funksystems überschreitet die Systemreichweite um einen ordentlichen Faktor.

Hessen: Öffentliche Anhörung z Breitbandversorgung

Hessischer Landtag am 14.01.2010

Der Ausschuss für Wirtschaft und Verkehr führte im Plenarsaal des Hessischen Landtags eine Anhörung zu dem Thema "Herstellung einer flächendeckenden Versorgung mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen in Hessen" durch.
Bei dieser Anhörung wurden (u.a.) höchst unterschiedliche Positionen zur Nutzung und Auswirkung der "Digitalen Dividende" vorgetragen.

Die Informationsseite des Landtags finden Sie hier

Deutscher Bühnenverein

Pressemeldung: (13.04.2010)

Frequenzversteigerungsverfahren stoppen


Kultur- und Veranstaltungsbranche droht immenser Schaden

"
Der Deutsche Bühnenverein fordert die Bundesnetzagentur auf, die gestern angelaufene Versteigerung von Frequenzen für den Mobilfunk sofort zu stoppen. Der unter anderem betroffene Frequenzbereich 790-862 Megahertz wird – entgegen öffentlichen Behauptungen – nicht frei, sondern von vielen Kultur- und Konferenz-Veranstaltern für drahtlose Mikrofonanlagen (Mikroportanlagen) genutzt. Eine parallele Nutzung der Frequenzen von Mobilfunk und bisherigen Betreibern ist nicht möglich. Zwar sind für die Mikroportanlagen andere Frequenzen in Aussicht genommen worden. Der Betrieb dieser Frequenzen erfordert jedoch eine kostspielige und technisch aufwändige Umrüstung. Die Bundesregierung hat den Ländern im Rahmen des Verordnungsverfahrens zugesichert, unter bestimmten Bedingungen einen Teil der Umrüstungskosten zu übernehmen. Nach Abschluss der Verhandlungen zeichnet sich aber ab, dass die vom Bund angesetzten Kriterien nur in Einzelfällen zu einer minimalen Erstattung führen würden. Obwohl die Erlöse der Versteigerung ausschließlich dem Bund zugute kommen, bleiben die gesamten Umstellungskosten an Ländern und Kommunen bzw. an den Kultureinrichtungen und Unternehmen hängen. Betroffen sind vor allem Theater, Konzertsäle, Kirchen, Konferenzzentren sowie viele Kleinunternehmen der Veranstaltungsbranche.

Bereits vor einem Jahr hatte der Bühnenverein auf die Problematik aufmerksam gemacht. Nach damaligen Schätzungen von Experten wird die neue Frequenzzuordnung allein die Kulturbranche mehrere hundert Millionen Euro kosten. Ein kleineres Dreispartenhaus wird nach Beispielsrechnungen rund 300.000 Euro aufbringen müssen.
"

Sie finden die Pressemeldung hier

Frequenzversteigerung 2010

Bundesnetzagentur (20.05.2010):

Frequenzversteigerung in Mainz beendet

"
Nach 224 Runden an insgesamt 27 Auktionstagen liegt die Gesamtsumme für die 41 Frequenzblöcke bei knapp 4,4 Mrd. Euro.

Sie setzt sich aus folgenden Einzelsummen zusammen:

Vodafone D2 GmbH - 1.422.503.000 Euro (für insgesamt 12 Blöcke)

Telefónica O2 Germany GmbH & Co. OHG - 1.378.605.000 Euro (für insgesamt 11 Blöcke)

Telekom Deutschland GmbH - 1.299.893.000 Euro (für insgesamt 10 Blöcke)

Erste MVV Mobilfunk Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH (E-Plus) - 283.645.000 Euro (für insgesamt 8 Blöcke)
"

Quelle: http://www.bundesnetzagentur.de/cln_1932/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2010/100520FrquenzversteigerungEnde.html?nn=65116


au-ja.de schreibt dazu:

"
Vodafone, O2 und die Telekom ersteigerten jeweils zwei Blöcke im 800-MHz-Band.. Alleine dieser Frequenzbereich kommt auf ein Volumen von 3,58 Milliarden Euro und war somit das Sahnestück der Auktion. E-Plus war anscheinend nicht bereit, bei diesen Milliarden-Poker mitzuspielen und ging im 800-MHz-Band leer aus.
"

Quelle: http://www.au-ja.de/newsslot-8.phtml

--------------------------------------

Bundesnetzagentur (April 2010):

Hintergrundinformationen zu Ersatzspektrum für drahtlose Mikrofone

Aufgrund der Neuzuweisung des Frequenzbereiches 790 MHz bis 862 MHz in der Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung (FreqBZPV) für den drahtlosen Netzzugang zum Angebot von Telekommunikationsdiensten und der darauf basierenden Vergabeentscheidung der Bundesnetzagentur im Benehmen mit dem Beirat, besteht die Notwendigkeit für die drahtlosen Mikrofone, die diesen Frequenzbereich bisher nutzen, Ersatzspektrum bereit zu stellen. Neben den bereits bestehenden (z. B. 863 - 865 MHz, 1785 -1800 MHz) oder neu zugewiesen (z. B. L-Band (1452 - 1477,5 MHz) Frequenzspektren, besteht insbesondere aus physikalischen Gründen für Mikrofonanwendungen weiterhin Bedarf, das verbleibende UHF-Spektrum (470 - 790 MHz) in gewissem Umfang zu nutzen. Während dieser Bereich bisher nur für Mikrofonnutzungen im Rahmen von Rundfunkproduktionen genutzt werden durfte, sind durch die Erweiterung der Fußnote D296 der FreqBZPV in diesem Frequenzbereich künftig auch Frequenznutzungen für (sonstige) professionelle drahtlose Produktionen zulässig.

Die Umsetzung erfolgt durch eine Änderung des Zuteilungsregimes in den maßgeblichen Verwaltungsvorschriften für die Frequenzzuteilung für nichtöffentliche Funkanwendungen (VVnömL).

Ein möglichst reibungsloses Nebeneinander der verschiedenen Nutzungen soll insbesondere durch eine entsprechende Aufteilung des Frequenzbandes sichergestellt werden, wie folgt:

470 - 710 MHz (Kanäle 21 - 50): Rundfunkanstalten (öffentlich-rechtliche ~ und private ~)

710 - 790 MHz (Kanäle 51 - 60): Professionelle drahtlose Produktionen außerhalb des Rundfunks

470 - 790 MHz (Kanäle 21 - 60): Ortsfeste Nutzungen (z. B. Theater, Freilichtbühnen, Stadthallen)

(Quelle: http://www2.bundesnetzagentur.de/frequenzversteigerung2010/hintergrundinfo.html)