COMPUTERWELT
COMPUTERWELT, 06.11.2009
Die Rundfunkbranche warnt: Das Frequenzband rasch für Mobilfunksysteme freizugeben wäre volkswirtschaftlich sehr bedenklich.
"
Nicht nur die Mobilfunker erheben Anspruch auf die digitale Dividende: Die WKO-Bundesinnung Elektro- und Alarmanlagentechnik sowie Kommunikationselektronik, der WKO-Fachverband der Telekommunikations- und Rundfunkunternehmungen (Berufsgruppe Kabel-TV) und die Österreichische Rundfunksender-Gesellschaft (ORS) im Namen aller in Österreich vertretenen Fernsehstationen warnten bei den diesjährigen Cable Days in Salzburg: Die Empfehlung der EU-Kommissarin für Telekommunikation.., das Frequenzband von 790 bis 862 MHz im Rahmen der digitalen Dividende rasch für Mobilfunksysteme der dritten und vierten Generation für die Nutzung von mobilem Breitbandinternet zu reservieren, sei volkswirtschaftlich sehr bedenklich.
Völlig ungeklärt wären erhebliche Umstellungskosten in der Höhe von mindestens 150 Mio. Euro und das massive Störpotenzial durch den Mobilfunk für das Fernsehen sowie für alle in Verwendung stehenden Funkmikrophone, Funkkopfhörer und drahtlosen Hörhilfen, die in Österreich ebenfalls das Frequenzband von 790 bis 862 MHz nutzen..
"
Sie finden den Beitrag hier
c't
c't, 25.08.2009
Long Term Evolution: ..in Tirol die nächste Mobilfunkgeneration
Zur Zeit finden in der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck LTE-Tests statt.
"Als Standorte für die Innsbrucker Sender wird ein Teil des bestehenden 3G-Netzes verwendet. Gefunkt wird mit 20 MHz breiten Trägersignalen im Bereich 2,6 GHz. Für den Backhaul (Anbindung der Sendestandorte an den Backbone) haben die Innsbrucker Kommunalbetriebe unbeleuchtete Glasfaserleitungen (Dark Fibre) zur Verfügung gestellt..
..Bevor es zu einer kommerziellen Einführung kommen kann, muss die Frequenzfrage geklärt werden. Die österreichischen Netzbetreiber wünschen sich eine Umwidmung ("Refarming") der bislang für GSM reservierten Frequenzen um 900 und 1800 MHz noch vor dem Auslaufen der aktuellen Frequenznutzungsrechte 2015. Der Vorteil dabei wäre, dass das bestehende Netz aus Sendestandorten, Antennen und Leitungen im Wesentlichen weiter genutzt werden könnte. Der teure und häufig unpopuläre Aufbau neuer Sendestandorte würde reduziert. Der juristische und wirtschaftliche Weg zum Refarming ist aber umstritten.
Klar ist, dass diese Frequenzkapazitäten nicht ausreichen werden. Für ländliche Gebiete möchten die Netzbetreiber auf die im Rahmen der Abschaltung der analogen TV-Sender freiwerdenden Frequenzbereiche um 800 MHz zugreifen ("Digitale Dividende"). Das 2,6-GHz-Band, in dem jetzt getestet wird, eignet sich vorrangig für sogenannte Femtozellen für die Versorgung von Innenräumen und möglicher Weise für sehr dicht besiedelte Stadtteile
"
Sie finden den Beitrag hier
derStandard.at
derStandard.at, 24.09.2009
Rundfunkbranche kämpft um Digitale Dividende- Mobilfunköffnung freien Spektrums wirtschaftlich fragwürdig
"
Die digitale Umstellung des terrestrischen Fernsehens hat als Digitale Dividende frei werdende Sendefreuqenzen mit sich gebracht, an denen die Mobilfunkbranche großes Interesse zeigt. Doch muss eine solche Umwidmung volkswirtschaftlich nicht unbedingt von Vorteil sein. Das zeigt eine heute, Donnerstag, präsentierte Studie.. im Auftrag der Rundfunkanbieter, Kabelnetzbetreiber und Sekundärnutzer aus dem Bereich Drahtlostechnologie in Österreich. Die Neuvergabe der Frequenzen zwischen 790 und 862 Megahertz an den Mobilfunk habe demnach ein gewaltiges Störpotenzial für andere Anwendungen wie Kabel-TV und die Tontechnik bei Großveranstaltungen - was Migrationskosten für technologische Umstellungen von wenigstens 150 Mio. Euro bedeuten werde. Dem Rundfunk selbst könne die weitere Nutzung der Digitalen Dividende den zukünftigen Ausbau von HD-TV, mobilem TV, DVB-T2 und Programmvielfalt erlauben. Auch der internationale Aspekt des Themas darf der Studie zufolge nicht ignoriert werden..
..für Funkmikrophone, Funkkopfhörer und verschiedene Heimanwendungen bildet das Rundfunkspektrum die Grundlage. Damit ist es beispielsweise Lebenselexier für die Tontechnik bei Events von Sportereignissen über die Bregenzer Festspiele bis hin zu politischen Veranstaltungen..
"
Sie finden den Beitrag hier
DiePresse.com
DiePresse.com, 12.03.2009
Frequenzkampf: Orange legt sich mit ORF-Tochter an
WIEN.Mobilfunk versus Fernsehen: Das ist Brutalität. Durch die Digitalisierung des terrestrischen, mit Antenne empfangbaren Fernsehens sind Frequenzen frei geworden, um die ein Kampf der Lobbys entbrannt ist.
Sie finden den Beitrag hier
FUTUREZONE@ORF.at
futurezone, 04.12.2008
Konflikt über digitale Dividende hält an
"
Am Freitag sind erstmals Vertreter aller Interessengruppen bei einer Diskussion zur umstrittenen Vergabe der digitalen Dividende in Wien an einem Tisch gesessen. Die Regierungsparteien.. legten ihre völlig konträren Meinungen dar, während es zwischen Mobilfunkern und Kabelnetz- sowie Rundfunkbetreibern zu einer Annäherung kam..
..Auch wenn die Positionen der verschiedenen Parteien sehr unterschiedlich sind, scheint ein Kompromiss nicht ausgeschlossen zu sein. Rundfunk- und Kabelnetzbetreiber könnten sich eine Einigung vorstellen, sofern die Mobilfunker die frei werdenden Frequenzen "ausschließlich" im ländlichen Raum nützen würden..
..Die für die Entscheidung zuständige Infrastrukturministerin.. hatte zuletzt bekanntgegeben, dass es vor 2015 zu keiner Vergabe der Frequenzen kommen werde. Die Entscheidungsgrundlage soll eine Studie liefern, die im Frühjahr 2010 fertig sein soll.
"
Sie finden den vollständigen Beitrag hier
--------------------
futurezone, 24.08.2009
Countdown für den UMTS-Nachfolger
"
Kaum ein Tag vergeht, ohne dass irgendwo auf der Welt neue Allianzen verkündet werden oder ein neues LTE-Produkt erscheint. Naturgemäß handelt es sich dabei noch nicht um Endgeräte für den UMTS-Nachfolger Long Term Evolution (LTE), sondern um Komponenten für Netzwerke und Basisstationen, Mess-Equipment oder Chips.
..Grund für die hektische Betriebsamkeit im gesamten Mobilfunksektor ist das zu erwartende Geschäft. Für 2011 erwarten die Analysten von Jupiter Research bereits LTE-Kunden im zweistelligen Millionenbereich, bis 2014 sollen schon 100 Millionen den breitbandigen Drahtlosdienst nutzen.
In welchem Land dann tatsächlich das erste LTE-Netz weltweit in den regulären Betrieb gehen wird, ist noch nicht entschieden. Es ist jedoch gut möglich, dass dieser europäische Standard sein Debüt auf einem anderen Kontinent feiert.
..Wer Kunden Bandbreiten von "bis zu" 100 MBit/s anbieten will, muss diese Datenmengen vom Funkmast auch abtransportieren, was die Mobilfunkbranche "Backhaul" nennt. Dafür braucht es allerdings ein großflächig verfügbares Glasfasernetz, das es in Österreich so nicht gibt.
"
Sie finden den vollständigen Beitrag hier
--------------------
futurezone, 08.06.2008
Abfuhr für die Mobilfunker
Das Online Magazin setzt seine Berichterstattung zum Thema UHF-Frequenzen fort:
"
Das in den letzten Wochen ausgebrochene Match um die "Digitale Dividende" ist nach Ansicht.. der Regulationsbehörde RTR für den TV-und Radiobereich, längst nicht entschieden.
..Dass dieses Spektrum ab 2015 "co-primär" an TV und Mobilfunker vergeben werden könne, bedeute jedoch nicht, "dass es definitiv zu den Telekoms wandert"... Hier gebe es eine ganze Anzahl von Problemen, für die es "aus heutiger Sicht keine Lösung" gebe.
Modell Deutschland
Die deutsche Bundesregierung hatte Anfang März.. beschlossen, ..das Spektrum zwischen 790 und 862 MHz den drahtlosen Breitbanddiensten widmet.
Seitdem fordert auch die österreichische Mobilfunkindustrie diesen Frequenzbereich..
"Meilenweit entfernt"
..Von einer bevorstehenden Umwidmung könne.. keine Rede sein, davon sei man noch "meilenweit entfernt". Man kenne zwar die Interessen der Telekombranche, doch 790 bis 862 MHz seien nun einmal "ein klar zugeordneter Rundfunkbereich".
"
Sie finden den Beitrag hier
-----------------------
futurezone, 04.06.2008
Drahtloses Breitband "killt die Kultur"
Das Online-Magazin schreibt:
"
Nach Einführung des terrestrischen Digitalfernsehens geht es an die Verteilung des frei gewordenen Frequenzblocks. Telekomregulator Georg Serentschy findet eine Zuteilung des Bands von 790 bis 862 MHZ an die Mobilfunker am sinnvollsten. Doch dort senden seit eh und je die Funkmikrofone von der Bregenzer Seebühne bis zu den Festspielen in Mörbisch. Tontechniker und Produzenten zeigen sich entsetzt..
Dicht gepackte Kanäle
Durch den Umstieg auf DVB-T, also das digitale terrestrische Fernsehen, konnten die TV-Kanäle wesentlich dichter in denselben Frequenzbereich gepackt werden als vordem auf analoge Weise. Dadurch wurde, wie beabsichtigt, ein Teil des Spektrums frei - und um den wird jetzt gerangelt.
"Man wird einen Kompromiss finden müssen"..
Wenige Chancen für HDTV
Dabei geht es um den oberen Bereich des UHF-Fernsehbands von 790 bis 862 MHZ, der bisher mit analogen TV-Kanälen bespielt wurde. Hier könnte man natürlich auch einige HDTV-Kanäle übertragen, doch Serentschy hält das "nicht für eine effiziente Frequenznutzung" angesichts der "enorm hohen Penetration von Sat-TV und Kabelnetzen" in Österreich..
Die Begehrlichkeiten der Mobilfunker
Hinter diesen Frequenzen sind die Mobilfunker her, denn die Bedingungen für sie sind aus technischer Sicht ideal.
Die Kulturveranstalter
..Der österreichische Frequenznutzungsplan - und nicht nur der - weist Funkmikrofone in genau jenem Bereich, der bisher vom Analog-TV belegt war, als Sekundärnutzer aus. Und das sind Kulturveranstalter von der Seebühne Bregenz bis zum Novarock-Festival, Radio und TV-Studios, Filmsets und Konzertsäle.
Bei Liveübertragungen von Skirennen und Open-Air-Konzerten sowie Aufführungen von Musicals kommen schon einmal fünf bis sechs Dutzend Funkmikros zeitgleich zum Einsatz. Die wurden ehedem zwischen die analogen TV-Kanäle verteilt, je nachdem, welche Frequenzen regional gerade frei waren.
Frequenzbedarf bei Liveauftritten
"In den letzten 40 Jahren konnte sich die Unterhaltungsbranche auf ein Service praktisch immer verlassen, nämlich die störungsfreie, drahtlose Audioübertragungstechnik mit bester Broadcastqualität",
"Novelle killt Kultur"
Die Qualität aber müsse so hoch sein, so dass ein Kritiker noch aus 150 Metern Abstand die Koloratur der Hauptdarstellerin beurteilen könne, während daneben eine High-End-DVD produziert werde..
..Dass die Mobilfunker die Audiospezialisten aus ihrem angestammten Spektrum einfach vertreiben würden, sei nicht hinnehmbar.
Hohe Kosten zu erwarten
Die deutsche Bundesregierung beschloss Anfang März eine "Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung", die das Spektrum zwischen 790 und 862 MHz den Breitbanddiensten widmet. Eine Zuweisung neuer Frequenzen für die Kulturveranstalter fand bisher nicht statt..
..Fest steht, dass ein Frequenzwechsel - wohin auch immer - Geld kosten wird, und das nicht zu wenig. Die gesamte Funkausrüstung von Kulturveranstaltern, Ton- und TV-Studios muss nämlich ausgetauscht werden..
..In Deutschland geht die Interessensgemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen von Kosten zwischen 2,5 und 3,3 Milliarden alleine für Theater im kommunalen Besitz aus.
"
Sie finden den Beitrag hier
Prospect Text
Prospect, Märzausgabe 2009:
Auftaktveranstaltung zum Thema „Digitale Dividende“
Zu einer ersten „konvergenten“ Veranstaltung mit rund 160 Teilnehmern von Rundfunkveranstaltern, Telekom- und Infrastrukturbetreibern sowie Vertretern der Behörden, der Wissenschaft und der Wirtschaft lud die Arbeitsgemeinschaft „Digitale Plattform Austria“ der „Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTRGmbH)“ unter dem Titel „Die digitale Dividende“ in den Ares Tower in Wien ein.
Sie finden den Bericht hier [437 KB]
(German)
-------------------------------------------------------------------------
Prospect Text 10/2008:
Die Europäische Veranstaltungsbranche wehrt sich durch Gründung eines internationalen Verbandes [690 KB]
telekom-presse.at
telekom-presse.at, 18.11.2009
Streit um die Digitale Dividende
"
Einer der heißesten Zankäpfel ist die Vergabe der durch die Digitalisierung freigewordenen Rundfunkfrequenzen..
..Beide Seiten führen starke Argumente ins Treffen. Die Rundfunkseite benötigt die Frequenzen für die terrestrische Ausstrahlung von Programmen in HD-Qualität und außerdem würden die Frequenzen bei Veranstaltungen genützt. Die Mobilfunker argumentieren mit dem hohen volkswirtschaftlichen Nutzen, die die Verwendung der Frequenzen für den Mobilfunk bringen. Die Versorgung mit echtem Breitband würde dadurch vor allem im ländlichen Raum ökonomischer und damit sehr erleichtert..
"
Sie finden den Beitrag und weitere Positionen hier